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Der 2. Weltkrieg in Solingen

Von Dogan Özmen, 8e, Gymnasium Schwertstraße

Zum Anfang des 2. Weltkrieges im Jahr 1939 waren die Solinger, die den 1. Weltkrieg, den sie erst 20 Jahren vorher erlebt haben, nicht begeistert. Von 1941 bis 1944 wurde Solingen mehrfach bombadiert und von den Alliierten eingenommen. Dabei kam es zu vielen Opfern.

Am Anfang des 2. Weltkrieges waren die Solinger ziemlich schockiert. Der Solinger Stadtarchivleiter Ralf Rogge berichtet: „Es gab keine Kriegsbegeisterung, also keine öffentliche.“ Die Solinger hatten den 1. Weltkrieg, der 20 Jahre vorher stattfand, hinter sich. Die Stadt konnten sich aber gut vor Angriffen schützen. Laut Herr Rogge gab es circa 900 Bunker in Solingen, von denen die meisten Luftschutzbunker waren.

Es gab auch einige ausgebaute Keller in Privathäusern, die als Bunker benutzt wurden. Solingen wurde sehr oft angegriffen, weil die Stadt viele gute Rüstungsfirmen hatte, wie zum Beispiel die Rüstungsfirma Rautenbach. Die meisten Angriffe waren Luftangriffe, die 1941 anfingen. Im Jahr 1943 gab es auf die Nachbarstädte Solingens Angriffe.

Auch der Solinger Bahnhof wurde attackiert

Herr Rogge erzählt: „Solingen hatte Glück gehabt. Die Engländer dachten sie hätten Solingen angegriffen.“ Die Briten bemerkten es und starteten im Jahr 1944, als der Vormarsch der Alliierten schon Aachen erreichte, einen weiteren Angriff. Das waren der 4. und 5. November, ein Samstag und Sonntag. Der erste Angriff hatte als Ziel den alten Hauptbahnhof. Die Flieger trafen mit ihren Bomben zwei Züge, die zufällig einfuhren.

An dem Tag gab es schon über 200 Tote. „Der Bahnhof war ein militärisches Ziel. Ein Bahnhof ist immer ein militärisches Ziel“, erklärt Herr Rogge. Am 5. November griffen sie die Innenstadt mit Brandbomben an, weil Solingen früher eine Stadt aus Fachwerk war. Das heißt die Häuser brannten schnell. An dem Tag gab es über 2000 Tote. Damit war das Ziel der Engländer erreicht.

Laut Herr Rogge habe sich Solingens Gesicht oder die Identität verändert. Die Solinger sollen sich gedacht haben, dass die Engländer denen die Abrissarbeit abgenommen hätten, sie wollten die Stadt irgendwann so oder so erneuern. Dann gab es noch zwei Monate vor Kriegsende einen gezielten Angriff auf die Rüstungsfirma Rautenbach. Alle Städte um Solingen wurde von den Alliierten eingekesselt. Solingen war mitten drin.

Am Ende des Krieges hatte man 2398 zerstörte und 10 365 beschädigte Gebäude gezählt. Der 2. Weltkrieg hat auf heute keine wirkliche Wirkung. Herr Rogge sagt: „Wenn man jetzt einen Schüler nach dem 2. Weltkrieg fragen würde, würde es ihn nicht interessieren.“ Heute haben nur Menschen, die den 2. Weltkrieg erlebt haben ein Trauma davon.

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