Zeitung in der Schule

Was Skoliose bedeutet

Interview mit einer 19-jährigen Patientin

Von Serena Cosentino, 10 e/f, Geschwister-Scholl-Schule

Cristina Cosentino ist 19 Jahre alt und hat seit sechs Jahren eine Verkrümmung der Wirbelsäule, Skoliose genannt.

Was ist Skoliose?

Cristina Cosentino: Meine Ärztin klärte mich über Skoliose auf und sagte mir, dass Skoliose eine lebenslange Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule ist. Die Ursache ist meistens unbekannt, jedoch liegt es bei 10 Prozent der Jugendlichen an der familiären Veranlagung. Außerdem sind Mädchen häufiger betroffen als Jungs. Durch Röntgenbilder kann Skoliose diagnostiziert und behandelt werden. Zum Beispiel durch Physiotherapie, Korsett-Behandlung, und im schlimmsten Fall, bei einem Krümmungswinkel von mehr als 50 Grad, muss eine Operation Abhilfe schaffen.

Wie hast du gemerkt, dass du Skoliose hast, und wie bist du vorgegangen?

Cristina: Als ich 13 war, waren wir im Familienurlaub am Strand, als meiner Mutter auffiel, dass mein Rücken nicht ganz gerade war. Daraufhin hat sie mir einen Termin beim Orthopäden gemacht. Dieser hat erstmal ein Röntgenbild erstellt, auf dem die Skoliose deutlich zu erkennen war. Diese Röntgenuntersuchungen fanden bis Ende des Wachstums alle zwei Monate statt.

Was waren die ersten Anzeichen der Erkrankung?

Cristina: Durch die Verkrümmung der Wirbelsäule hatte ich zum einen unterschiedlich hochstehende Schultern, eine gekrümmte Haltung und auch leichte Rückenschmerzen.

Wie wurde Skoliose bei dir behandelt und welche Mittel wurden eingesetzt, um dich zu unterstützen?

Cristina: Da ich noch in der Pubertät war und einen bestimmten Grad der Verkrümmung erreicht hatte, wurde ein orthopädisches Korsett aus Kunststoff hergestellt. Nebenbei hatte ich jeweils einmal pro Woche Physiotherapie, um meine Muskulatur zu stärken und Beschwerden zu lindern.

Was ist das für ein Korsett?

Cristina: Ein Korsett besteht aus Kunststoff und wird individuell angefertigt. An manchen Stellen ist es von innen gepolstert.

Wie lange musstest du das Korsett tragen?

Cristina: Ich musste mein Korsett 23 Stunden am Tag tragen, ich durfte es nur zum Sport und zur Körperpflege abnehmen. Insgesamt musste ich das Korsett ungefähr vier Jahre tragen, da ich dann raus aus der Pubertät war und das Wachstumsende der Wirbelsäule erreicht war.

Hast du trotz jahrelanger Therapie noch alltägliche Probleme, wenn ja welche?

Cristina: Meine einzigen alltäglichen Beschwerden sind Rückenschmerzen, die ich aber durch Physiotherapie in Balance halten kann. Früher hatte ich Probleme, mit der Skoliose und der Behandlung klarzukommen. Heute ist dies nicht mehr der Fall, da sich mit Hilfe der Therapie meine Haltung massiv verbessert hat und ich nun akzeptiere, dass mich die Krankheit für immer begleiten wird.

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