Zeitung in der Schule

Walder Kotten ist als Kulturort etabliert

Wolfgang Müller vom Bürgerverein zeigt den denkmalgeschützten Kotten an der Locher Straße. Foto: Manolis Spanu
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Wolfgang Müller vom Bürgerverein zeigt den denkmalgeschützten Kotten an der Locher Straße.

Walder Bürgerverein organisiert dort viele Veranstaltungen

Von Manolis Spanu, 8a, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Mitten im Stadtteil Wald liegt ein unscheinbares, kleines aber einladendes Fabrikge-bäude. Ich öffne die grüne Türe, um mehr über den Ort, der zur Musikszene beiträgt, zu erfahren. Der Walder Kotten ist in den letzten Jahren im Raum Solingen nämlich als Kulturstätte bekannt geworden.

Seit 2018 wird die Location vom Walder Bürgerverein betreut, und viele Konzerte werden von engagierten Ehrenamtlern organisiert. Einer davon ist mein Großvater, Wolfgang Müller, Vorsitzender des Walder Bürgervereins. Ihn befrage ich zum Kotten. Er erzählt mir zuerst über die Geschichte des Gebäudes an der Locher Straße. „Es wurde 1890 erbaut und diente als Fabrikanlage für Kleineisen, später dann für die Telefonvermittlung. Der Kotten hat schon Zeiten erlebt, in denen er abgerissen werden sollte. Glücklicherweise konnte dies verhindert werden.“ Im Rahmen des Bürgervereins bereitete man das denkmalgeschützte Haus bis 2018 wieder auf.

Als ich durch das Programmheft blättere, fallen mir Musiker auf, die in Solingen bekannt sind. Von der Jan Schwarte Band, über irische Musik von Fragile Matt sind auch junge Sänger und Songwriter wie Leonora Huth und viele andere Künstler und Künstlerinnen dabei.

Im Kotten stehen noch alte Stanzmaschinen

Müller erklärt mir: „Die Location bietet den Künstlern engen Kontakt zum Publikum, und dies wird durch viele Ehrenamtler an der Theke und durch Vorbereitung unterstützt.“ Der Walder Bürgerverein freut sich jedes Mal, wenn Anfragen von Künstlern kommen. „So haben wir bei uns meistens Bands aus dem Rock-Genre, aber auch Lesungen und Kabarett finden statt“, so Müller.

Ich schaue mich um und entdecke neben den bunten großen Deckenstrahlern, die eine besondere Beleuchtungstechnik darstellen, auch alte Stanzmaschinen und sogar einen echten Kaminofen. Gerade diese Kombination macht diesen Ort zu etwas Besonderen, was ich sehr mag. Für gewöhnlich sind zwei Konzerte pro Monat an Wochenenden üblich. Der Raum hat eine Kapazität von 100 Personen, in Coronazeiten sind nur 45 erlaubt. Also, ich freue mich auf das nächste Konzert, denn der Kotten ist in jedem Fall seinen Besuch wert.

Für mehr Informationen und anstehende Programme:

buergergilde-wald.de

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