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Vocal Cord Dysfunction: Die unerforschte Krankheit

Von Melissa Ingelberg, 10e, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

„Diese Erkrankung ist nicht tödlich!“ Diese Worte haben mir eine gewisse Last von den Schultern genommen. Jahre lang kämpfte ich, Melissa Ingelberg (15), mit Asthma, dann aber kam die Diagnose Vocal Cord Dysfunction dazu. Die Symptome sind recht ähnlich, nur der Verlauf während eines Anfalls ist anders.

Vocal Cord Dysfunction Anfälle kommen plötzlich und dauern circa zwei bis fünf Minuten. In diesen Minuten leiden die Patienten unter starker Atemnot. Der Begriff Vocal Cord Dysfunction ist noch sehr jung in der Medizin. Es gibt für diese Erkrankung keine Medikamente. Die Auslöser sind meist abhängig vom Alter, bei Jugendlichen kommt der Anfall häufig durch Belastung. Bei älteren Patienten können auch andere Faktoren eine Rolle spielen, zum Beispiel Zigarettenrauch, bestimmte Gerüche oder Parfüms.

Andere mögliche Auslöser der VCD können eine Entzündung der Nasenschleimhäute, wie auch der Nasennebenhöhlen sein, aber auch ein Reflux (Sodbrennen und saurem Aufstoßen) ist ein möglicher Auslöser der VCD. Diese Auslöser verursachen, dass sich die Stimmbänder verkrampfen und sich schließen. Die Patienten beschreiben dieses Gefühl als schmerzhaft, der Hals fühlt sich wie zugeschnürt an, alles kratzt und fühlt sich rau an.

Das Enge-Gefühl geht nach Minuten langsam weg. Man kann diese Anfälle nicht verhindern. Die Patienten müssen möglichst ruhig bleiben und sich auf die Atmung konzentrieren. Da die Medizin im Thema Vocal Cord Dysfunction nicht so sehr fortgeschritten ist, beschäftigen sich nur wenige Ärzte mit dieser Erkrankung.

Betroffene Patienten werden oft auf Asthma behandelt, und dazu werden die entsprechenden Medikamente verschrieben, diese Medikamente helfen bei der Erkrankung VCD nicht. Es gibt nur sehr wenige Studien über VCD, weil wenige Menschen daran leiden. Es fehlen Forschungsgelder zur exakten Aufarbeitung der Krankheitsursachen und zur Etablierung von Therapieempfehlungen.

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