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Viele Jugendliche sind auf das Handy fixiert

Von Aleyna Gür, 10 e/f, Geschwister-Scholl-Schule Solingen

Mehrere Schulen in Solingen haben in der Schulkonferenz beschlossen, ab dem neuen Schuljahr die Handys einzusammeln. Grund dafür ist die sinkende Konzentration der Schüler im Unterricht. Die Lehrer bemerkten seit Schuljahresbeginn, dass die Schüler sich während des Unterrichts in den sozialen Netzwerken aufhalten.

Oft kam es zu Konfrontationen zwischen Schülern und Lehrkräften, da Bilder während der Unterrichtsstunde gemacht wurden. In den regelmäßig stattfindenden Elternabenden wurde dieses Problem bereits angesprochen. Eltern und Lehrkräfte waren sich einig darüber, dass die schlechten Noten teilweise Folgen von der Nutzung des Handy sind.

Das Problem kann nicht nur in der Schule behandelt werden. Die Eltern werden auch zu Hause gezielt darauf achten, dass die Schüler kein Smartphone bei sich führen.

Die Abhängigkeit von Smartphones ist nicht nur ein Problem der Schüler, sondern ein allgemeines Problem in der Gesellschaft.

Sehr häufig ist erkennbar, dass die Menschen mit dem Handy beschäftigt sind und weniger miteinander sprechen. Dadurch nimmt der Dialog zwischen Freunden oder in der Familie ab. Auch aus medizinischer Sicht hat die Beschäftigung mit dem Smartphone erhebliche Folgen auf die Augen und das Gedächtnis. Zum Beispiel ist die Handynutzung am Esstisch mittlerweile schon selbstverständlich. Auch im Straßenverkehr häufen sich Unfälle, die zustande kommen, weil die Autofahrer während der Fahrt auf das Handy gucken. Dies betrifft auch Fußgänger, die sich auf dem Gehweg aufhalten und Fahrzeuge ignorieren.

Aus diesen Gründen sind sich die Lehrer darüber bewusst, dass dieses Problem behoben werden muss. Wenn die Schüler im Kindesalter nicht lernen, sich vom Handy und den sozialen Netzwerken zu lösen, dann wird die Abhängigkeit im wachsenden Alter immer stärker.

Die Studie der „London School of Economics“ kam zu dem Entschluss, dass Schüler bessere Noten schreiben, wenn Handys in der Schule verboten sind. Eltern und Lehrer nehmen aus diesem Grund gemeinsam das Problem in die Hand. Schüler der betroffenen Schulen sind gegen diese Regeln. Jedoch haben Befragungen von Schülern aus anderen Schulen, die diese Regel eingeführt haben, ergeben, dass eine höhere Konzentration während des Unterrichts und des Lernens stattfindet. Die organisatorischen Fragen und den Ablauf beim Einsammeln, wollen die Schulen mit Schülervertretern gemeinsam in einer Versammlung beschließen.

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