Viele Aschenbahnen bleiben zu

Die meisten Aschenbahnen waren zu. So blieb vielen Läufern nichts anderes übrig, als in den Wald auszuweichen. Archivfoto: Christian Beier
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Die meisten Aschenbahnen waren zu. So blieb vielen Läufern nichts anderes übrig, als in den Wald auszuweichen. Archivfoto: Christian Beier

Laufsportler müssen in der Corona-Krise in den Wald ausweichen

Von Emma Meier, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Durch die Pandemie müssen viele Sportler improvisieren, da ihnen schlichtweg die Möglichkeiten fehlen. Doch wie sieht es bei den Läufern eigentlich genau aus? Die meisten Aschenbahnen sind zu und offizielle Trainingsgruppen gibt es auch nicht mehr. Aus diesem Grund ist der Wald eine immer größere Zuflucht für die Sportler und insbesondere Läufer geworden.

Kreativität ist gefragt. Haben Sie weiterhin einen regulären Trainingsort, der nicht geschlossen wurde? Wenn ja, dann sind Sie einer der wenigen. Anders als der ambitionierte Hobbyläufer und gleichzeitige Trainer aus Hilden: Willy B. hat keinerlei Probleme mit den Ausdauerläufen, doch wie er selbst gesagt hat, ist Kreativität bei den Tempoläufen gefragt. Seine Laufgruppe und er trainieren derzeit nur mit angefertigten Trainingsplänen und damit sind sie nicht die Einzigen. Denn immer mehr Sportler und Trainingsgruppen greifen zu alternativen Möglichkeiten des Trainings.

Nur die Profis erhalten Zugang zu den Sportanlagen

Glück im Unglück für die Profis. Ein anderes Interview hat ergeben, dass es nicht bei jedem Sportler an Möglichkeiten mangeln muss. Wie bei dem gebürtigem Düsseldorfer Maximilian T., der das Privileg hat, größtenteils ohne Schwierigkeiten weiter trainieren zu dürfen. Ihm wird der Zugang zu einer Aschenbahn sowie den Hallen am Olympiastützpunkt in Westfalen gewährt. Doch aus gutem Grund, denn der Ausdauerläufer trainiert bereits seit 13 Jahren leistungsorientiert und inzwischen sind es zwölf bis 13 Trainingseinheiten pro Woche, die er zu absolvieren hat. Die harte Arbeit hat sich scheinbar ausgezahlt, denn er ist als Nationalkaderathlet und deutscher Vizemeister über 5000 Meter ein waschechter Laufprofi. Doch auch er merkt die Auswirkungen der Corona-Pandemie und dem derzeitigem Lockdown. Wie viele andere Sportler musste auch der Düsseldorfer mit dem Trainingslager improvisieren und so hat es schließlich im Inneren Deutschlands stattfinden müssen. Sein großer sportlicher Traum ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2021 oder 2024, wie er selbst im Interview preisgegeben hat. Der Student lässt sich trotz alledem nicht aufhalten, das zu verfolgen, was er am liebsten macht.

Der Laufsport findet seinen Weg. Die meisten Hallen und Aschenbahnen haben aufgrund von Corona geschlossen oder sind nicht zugänglich und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Die Interviews haben Einblick auf die Probleme und Privilegien von Hobbyläufern als auch professionellen Läufern gegeben. Beide Personen haben Auswirkungen der Pandemie gespürt und mussten oder müssen weiterhin Lösungen finden, um weiter den Sport, den sie seit langer Zeit betreiben, fortsetzen zu können. Doch ich bin mir sicher, dass man durchaus weiter das verfolgen kann, was man gerne macht.

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