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Was verbirgt sich hinter Nestle

Von Julien Pagel, 8d, Gesamtschule Höhscheid

Der Konzern Nestle erwirtschaftete im Jahr 2015 einen Umsatz von 88,8 Milliarden CHF und einen reinen Gewinn von 13,4 Milliarden CHF. Alleine in Deutschland betrug der Gewinn 2,9 Milliarden CHF. Zu Nestle gehören Marken wie Nesquik, Lion, Cini Minis, Vittel, Thomy, Maggi und Loreal. Es sind mehr als 5 000 Marken weltweit.

Allerdings mussten unter diesen immensen Gewinnen Länder und Völker leiden. 2008: In China verkaufte ein Tochterunternehmen von Nestle verunreinigtes Milchpulver. 300 000 Babys mussten ins Krankenhaus, sechs davon starben.

2015: In Indien zogen Lebensmittelkontrolleure Maggi-Nudeln aus dem Verkehr, da sie feststellten, dass die Nudeln sieben mal mehr Blei enthielten als zulässig ist!

Seit einigen Jahren bemüht sich Nestle um Wasserrechte in anderen Ländern. Der Konzern kauft vor allem in ärmeren Ländern Quellen auf und sichert sich die Lizenz zum Brunnenbau. Besonders trockene Regionen leiden unter dem Lebensmittelhersteller. Die Menschen, die bereits früher nur eingeschränkten Zugang zum Wasser hatten, mussten mit ansehen, wie ihre Brunnen durch die Geschäftspolitiken des Konzerns versiegten.

Verwaltungspräsident Brabeck Lethmate sagte, dass der Zugang zu Wasser kein Menschenrecht sei. Dieses Verhalten sorgte für weltweite Empörung. Die Gewinne basieren auch heute noch auf Verletzungen der Menschenrechte. Es werden andere Länder ausgebeutet, um große Gewinne zu machen und uns Lebensmittel zu liefern.

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