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Turbo-Abi! Ja oder Nein?

Von Johanna lee, Friedrich-Albert-Lange-Schule

In den vergangenen Monaten rief Sylvia Löhmann zum runden Tisch. Der Grund dafür war das „Turbo-Abi“. Sollen Schüler auf einen G8-oder G9-Abschluss machen machen? Mit diese Frage beschäftigten sich die einzelnen Parteien und stellten sich gegenseitig ihre Ideen und Konzepte vor.

Viele der Parteien sind für die volle Rückkehr zu G9. Das bedeutet 13 statt 12 Jahre Schule. Es gibt aber auch außergewöhnliche Konzepte wie das der Grünen, die eine flexible Lernzeit einführen wollen. Nach der dreistündigen Sitzung trennten sie sich und obwohl die Schulministerin die Sitzung als „ausgesprochen Sinnvoll“ bezeichnete, gingen sie ohne ein Ergebnis auseinander.

Die Parteien werden vor der Landtagswahl im Mai wohl keine Lösung finden. Denn sie beschlossen, sich erst wieder zu treffen, wenn die Wahlen zu Ende sind. Daher wird man erst 2017/18 eine dauerhafte Veränderung erkennen können. Turbo-Abi bedeutet 12 Jahre statt 13 Jahre Schule.

Dieser Vorgang hat Auswirkungen auf zukünftige Schüler, welche durch die kürzere Schul- beziehungsweise Abizeit mehr Stress durch nötige Stoffaufholung bekommen könnten.

Das Turbo-Abi kann aber auch etwas Gutes mit sich bringen. Denn es ermöglicht den früheren Start in die Berufswelt. Aber das verkürzte Abitur wird voraussichtlich nur auf Gymnasien in NRW Auswirkungen haben.

Denn zum Beispiel die Gesamtschule FALS in Solingen hat das sogenannte „Drehtür-Modell“. Bei diesem Konzept überspringt man die 10. Klasse und kommt sofort in die 11. Klasse (Oberstufe) und macht sein Abitur.

Die Parteien schlugen jeweils ein Konzept vor. Die SPD möchte G8 flexibel einbringen und eine Art Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 einführen. Die CDU möchte G8 beibehalten. FDP möchte die Wahlfreiheit für die Gymnasien und Parteien wie Die Linke und die AFD wollen die volle Rückkehr zu G9.

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