Zeitung in der Schule

Trotz Gittern kein Gefängnis

Pfleger René Nitsch mit einer der Katzen, um die er sich im Tierheim Glüder liebevoll kümmert. Foto: Nils Petscheleit
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Pfleger René Nitsch mit einer der Katzen, um die er sich im Tierheim Glüder liebevoll kümmert.

Besuch im Solinger Tierheim

Von Nils Petscheleit, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Hunde im Käfig, Katzen hinter Glasscheiben – Tierheime machen nach außen oft keinen besonders freundlichen Eindruck. Im Tierheim Glüder haben die Tiere genug Platz und die Pfleger wissen, worauf es beim Umgang mit den Hunden, Katzen, Vögeln und Kriechtieren ankommt. Um mehr über das Tierheim zu erfahren, habe ich René Nitsch interviewt.

René Nitsch ist Pfleger und kümmert sich jeden Tag gemeinsam mit seinen neun Kollegen und einem Hausmeister um die Tiere in dem Gebäude an der Wupper. Es gibt etwa 30 Hunde, 30 Katzen und diverse

Klein- und Nagetiere dort. Der Arbeitstag beginnt gegen 8 Uhr mit dem Füttern, das gerne den gesamten Vormittag dauern kann. Dann widmet sich das Team den Terminen: Vermitteln, Futter organisieren,

Tierarztbesuche, reinigen – im Tierheim gibt es viel zu tun. Es gibt viele verschiedene Gründe, warum die Tiere nach Glüder kommen, wenn etwa ein Tier nicht mehr in die Familie passt, weil ein Baby dazugekommen ist, aber auch durch einen neuen Job oder durch einen Umzug in eine kleinere Wohnung. Es gibt aber auch Fundtiere, oft Katzen, die natürlich auch das Recht haben, vom Tierheim aufgenommen

zu werden. Auch die Corona-Pandemie hat einen direkten Einfluss auf das Leben in Glüder: Durch Corona haben sich viele Familien ein Haustier zugelegt, weil sie durch das Arbeiten im Homeoffice oder die Kurzarbeit mehr freie Zeit zuhause hatten.

Aber was passiert, wenn die Menschen keine Zeit mehr für die Tiere haben? Die Tierheime gehen davon aus, dass viele der

Tiere wieder ins Tierheim zurückkehren werden. Bis jetzt ist das allerdings nur eine Befürchtung, bislang wurde keins der adoptierten Tiere ans Tierheim Glüder zurückgegeben. Zum Schluss hat René Nitsch einen Wunsch: Bevor man sich mit dem Gedanken beschäftigt, ein Tier zu adoptieren, sollte man sich sicher sein, genug Platz und ausreichend Zeit zu haben.

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