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Von strenger Disziplin zur Respektlosigkeit

Von Laura Styn und Nina Becker, 9a/b E1, Alexander-Coppel-Gesamtschule

Viele junge Leute beschweren sich über die Art und Weise, wie der Unterricht an ihren Schulen durchgeführt wird. Aber haben sie mal darüber nachgedacht, wie es den Kindern um 1900 in der Schule ergangen ist? Hier ein kleiner Einblick.

Wenn wir ehrlich sind, entscheidet die Schule über uns und unsere Zukunft. Heutzutage hat man unbegrenzte Möglichkeiten und moderne Unterrichtsweisen wie Gruppenarbeit, PCs oder Overheadprojektoren. Im 19. Jahrhundert hatten die Schulen einfachste Lehrmittel wie Federkiel und Tintenfass sowie eine Schiefertafel mit Griffel.

Unterrichtet wurden Religion, Lesen, Schreiben, Singen und Rechnen. Der Stundenplan war unterschiedlich nach Geschlecht. Das hieß für Jungen Rechnen und Raumleere und für Mädchen weibliche Handarbeit. Der Sportunterricht war nur für männliche Schüler gedacht.

Doch heute sieht es anders aus. Es werden die gleichen Fächer angeboten, das heißt für alle Sport, Technik, Textil, Kunst und für alle das sogenannte „Hassfach“ Mathe. Viele Schulen haben auch Wahlfächer und AGs zur Auswahl. Es wird bei vielen Schulen auch darauf geachtet, die Kinder und Jugendlichen mit körperlich oder geistiger Beeinträchtigung zu integrieren.

Die strenge Disziplin des Lehrers wurde sogar bei rund 60 Schüler durchgesetzt. Sie bekamen für die kleinsten Vergehen harte Strafen, wie die Prügelstrafe. Auch wenn es die Prügelstrafe heute nicht mehr gibt, werden die Schüler trotz allem bestraft, indem sie nachsitzen oder die Schulordnung abschreiben müssen.

In einer Klasse von 30 Schülern fangen viele an zu diskutieren, was sich die Kinder früher nie erlaubt hätten. Da die Schüler immer unmotivierter in der Schule ankommen, verändert sich das allgemeine Klima zwischen Schüler und Lehrern. Früher gehorchten die Schüler ohne Widerworte, doch heute interessieren sich die wenigsten dafür, was der Lehrer für Anweisungen gibt.

Nach der Schule mussten die Kinder im 19. Jahrhundert ohne Widerrede im Haushalt helfen und hatten erst Freizeit, wenn sie die Hausaufgaben erledigt hatten. Heutzutage machen Schüler immer seltener Hausaufgaben und beschäftigen sich viel mit anderweitigen Dingen. Jedoch sind sich viele Schüler sicher, weshalb sie die Schule besuchen, denn sie streben einen bestimmten Beruf an.

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