Gute Sache

„Strahlende Augen“ bringt Hoffnung

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Die Geschenke zaubern ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder. Foto: Humboldtgymnasium

Hilfsaktion aus Deutschland hat für Roma-Kinder in Tschechien Geschenke dabei.

Von Sina Hennig, Gerrit Marku und Jan Sönnichsen, 8c, Humboldtgymnasium

Kraslice, Tschechien. Heruntergekommene Häuser, keine Heizungen, Kinder in T-Shirts und das bei etwa -3˚C und hohem Schnee. Hier findet für die freiwilligen Helfer der Aktion „strahlende Augen“ der erste Einsatz statt. In einem Gemeinderaum versammeln sich Kinder und Erwachsene des Volkes der Roma. Schnell ist der kleine Raum prallvoll.

Marc S. (45), Pfarrer und Leiter des Projektes, hält eine Predigt. Mit Hilfe einer Übersetzerin erzählt er von seinen Erlebnissen mit Gott und dass den ausgestoßenen Romas mit der „Geschenkeaktion“ Liebe vermittelt werden soll. Die Alten und auch die Jungen lauschen gespannt den Erzählungen über Jesus, Gott und das Weihnachtsfest.

Nach Ende der Predigt werden 50 bis 60 weihnachtlich verpackte Geschenke an die bedürftigen Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 16 Jahren verteilt. Das Geschenkeausteilen ist sowohl für die Beschenkten als auch für die Helfer ein tolles Erlebnis. „Es war ein schönes Gefühl, zu sehen, wie sehr sich die Kinder über die Präsente freuen“, erzählt Sina H. (13) aus Langenfeld. „Es hat Spaß gemacht, den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“

Die Kinder und auch die Eltern können zumindest an diesem Tag mit einem Lächeln nach Hause gehen, doch für die Helfer aus Deutschland ist noch lange nicht Schluss. Um möglichst viele Kinder zu beschenken und den Menschen ein wenig Hoffnung zu geben, fahren sie am nächsten Tag zu drei weiteren Einsätzen. Der erste Einsatz findet inmitten eines Armenghettos in Chodov statt.

Bei klirrender Kälte nur Shorts und Sandalen an

Man sieht den Menschen ihre Armut an, zum Teil tragen sie Shorts und Sandalen. Die Spannung steigt, als nach der Predigt der Transporter mit etwa 60 Geschenken geöffnet wird. In diesem Moment wird klar, warum die Aktion „strahlende Augen“ heißt. „Die Romas waren immer die Zigeuner, das fahrende Volk ohne Land. Schon immer sind sie verfolgt und ausgestoßen worden“, erklärt Marc S.. „Wir wollen mit unserer Aktion diesen Menschen Wertschätzung entgegenbringen und ihnen vermitteln: Du hast einen Wert – so wie du bist!“.

Der dritte Einsatz des Tages findet in Sokolov statt. Über den von den Romas gegründeten Second-Hand Laden befindet sich ein Gemeinderaum. Dort haben sich ca. 120 Romas versammelt, um die Helfer zu begrüßen und mit ihnen Gottesdienst zu feiern. Auch hier ist die Dankbarkeit der Romas deutlich zu spüren. Finn P. (17) aus Düsseldorf haben die Erlebnisse berührt: „Ich bin dankbar dafür, dass ich miterleben darf, wie die Kinder sich über die Geschenke freuen.“

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