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Sternsingen: Bald ist es wieder so weit

Von Chiara Spedale, 8c, Theodor-Heuss-Realschule

Unter dem Motto Segen bringen Segen sein, gemeinsam für Gottes Schöpfung. In Kenia und weltweit gehen die Sternsinger Anfang Januar deutschlandweit wieder von Haus zu

Haus. Sie schreiben oder kleben den Segen 20*C+M+B+17 an die Hauswand.

Auch die Solinger Gemeinden machen mit. In den Gemeinden werden im Dezember die Gewänder für Casper, Melchior und Balthasar zusammen mit den Texten der Lieder und Gedichte ausgegeben. Dann werden auch die Gruppen eingeteilt und festgelegt, wer welche Rolle übernimmt.

In den Weihnachtsferien müssen die Kinder und Jugendlichen ihre Texte auswendig lernen. Am 30. Dezember ist der Aussendungsgottesdienst im Kölner Dom. Dorthin kommen Sternsinger aus Gemeinden aus ganz Nordrhein-Westfalen, manchmal auch deutschlandweit und europaweit.

2014 durften die Sternsinger aus der Gemeinde Liebfrauen-Löhdorf die Fürbitten lesen. In diesem Jahr durften sie den Oberbürgermeister Tim Kurzbach im Rathaus besuchen und dorthin ihren Segen bringen. Auch die Bundeskanzlerin in Berlin bekommt Besuch von den Sternsingern.

Dafür wird aus jedem Bistum eine Gemeinde ausgelost, aus welcher die Sternsinger am 9. Januar zur Bundeskanzlerin nach Berlin fahren dürfen. Für das Erzbistum Köln dürfen 2017 die Sternsinger aus der Gemeinde Christus König aus Kerpen-Horrem die Bundeskanzlerin besuchen.

Die Sternsinger besuchen die Familien der Gemeinde, die sich vorher angemeldet haben, meistens am ersten Samstag im neuen Jahr. Bevor es losgeht, treffen sich die Sternsinger mit ihren Gruppen und Leitern in der Kirche der Gemeinde und von dort aus gehen die Sternsinger zu den Familien, um das Haus und die Menschen, die dort wohnen, zu segnen. Dort singen die Sternsinger Lieder und sagen ihre Texte auf.

Mit geweihter Kreide wird das Symbol für den Segen 20*C+M+B+17 an die Hauswand geschrieben. Die Menschen in den Häusern freuen sich über die Besuche der Sternsinger und spenden für die Kinder in Not. Sie versorgen aber auch die Sternsinger mit Süßigkeiten und warmen Getränken. Zum Schluss treffen sich die Sternsinger wieder im Gemeindehaus, um das gespendete Geld abzugeben und dort können sie auch die vielen Süßigkeiten für die Tafel spenden.

Am nächsten Tag findet ein Dankgottesdienst statt, in dem gesagt wird, wie viel Geld zusammengekommen ist. Es gibt immer einen riesigen Applaus für die Sternsinger, die bei Wind und Wetter durch die Gemeinde ziehen und für die Menschen, die so fleißig gespendet haben.

Allein im Pfarrverband West, zu denen die Gemeinden Merscheid, Ohligs, Wald und Liebfrauen-Löhdorf gehören, wurden mehr als 7000 Euro gesammelt. Deutschlandweit wurden 46 248 323,15 Euro für die Kinder weltweit gesammelt.

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