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Sterne im alten Gasbehälter

Von Yanneck Trautmann, Friedrich-Albert-Lange-Schule

In Solingen wird momentan ein neues Planetarium gebaut. Das Besondere daran ist, dass dieses Planetarium Platz in einem alten Kugelgasbehälter findet. Der Gasbehälter wurde im Jahr 1957 von der Stadtwerke Solingen GmbH gebaut und diente bis 2009 zur Lagerung von circa 64 000 Kubikmetern Gas.

Das Gelände, welches sich an der Tunnelstraße 11 in Solingen Ohligs befindet, stand seit 2009 leer und wurde dann im Jahr 2014 für 5,1 Millionen Euro von der Walter-Horn-Gesellschaft e.V. gekauft. Insgesamt soll der Bau des Galileums 6,3 Millionen Euro kosten und wird von diversen Spendern finanziert, wie zum Beispiel den Stadtwerken Solingen oder der Solinger Stadt Sparkasse.

Außerdem wird der Bau des Galileums (ohne technische Ausstattung) vom Land NRW, im Rahmen der Städtebauförderung, unterstützt. Um ein geeignetes Architekturbüro zu finden, veranstaltete die Walter-Horn-Gesellschaft einen Wettbewerb, welcher von mvm-architekt & starkearchitektur Köln gewonnen wurde.

So konnte der Bau am 27. September 2016 beginnen. Voraussichtlich wird das Galileum Anfang 2018 eröffnet und soll Jung und Alt für naturwissenschaftliche Themen begeistern. Um den Besuchern ein möglichst reales Gefühl einer Himmelskuppel zu vermitteln, wird das Planetarium im Inneren des Gasbehälters entstehen.

An dessen Wänden wird ein Rundgang mit Sicht auf die Innenseite der Kuppel gebaut. Dort können dann Abbilder von Sternen projiziert werden. In dem Gebäude neben der Kuppel befindet sich die Kasse,

sowie Seminar- und Ausstellungsräume, in denen andere Themenbereiche, wie geowissenschaftliche, klimatologische bis hin zu philosophische und künstlerische präsentiert werden können.

Diese sind in den ersten drei Etagen untergebracht, während es in der vierten Etage eine Galerie mit Sicht auf die Ausstellung der dritten Etage gibt. Zudem soll in dieser Etage der Zugang zur Gaskuppel liegen. So wird in Solingen eines der modernsten Planetarien Europas entstehen.

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