Sprache soll weiblich sein

Es gibt viele unterschiedliche Gender-Schreibweisen. Foto: Lydia Otten
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Es gibt viele unterschiedliche Gender-Schreibweisen.

ZiSch-Umfrage zum Gendern im Alltag

Von Lydia Otten, 8a, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Viele Menschen wollen das Gendern in den deutschen Alltag bringen, weil sie etwas an der deutschen Sprache ändern

und gleichberechtigt werden wollen. Damit wollen sie erreichen, dass etwas nicht als „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ angesehen wird. Beim Gendern passt man seinen Wortschatz dem Geschlecht an und behandelt somit die Geschlechter gleichberechtigt, etwa Verkäufer/in, Arbeiter/in, Politiker/in.

Das Gendern entstand in einer großen Entwicklung. Eine Entwicklungsphase waren Frauenbewegungen. Die erste Frauenbewegung war für das Frauenwahlrecht und die zweite Frauenbewegung war für den Feminismus. Feminismus ist Kritik an sozialer, psychischer, institutioneller Ungleichheit infolge des Geschlechts. ZiSch befragte in der Ohligser Fußgängerzone Bürgerinnen und Bürger zum Thema.

Was verstehen Solinger unter Gendern?

Eine Bürgerin aus Solingen antwortete: „Gendern bedeutet für mich, dass sowohl die männliche als auch die weibliche Form genutzt wird und man niemanden durch seinen Sprachgebrauch ausschließt.“

Was halten sie vom Gendern?

Eine Bürgerin war bei der ZiSch-Umfrage der Meinung, dass Gendern nervig sei und ein Bürger sagte: „Es ist gut, solange man es nicht übertreibt.“ Eine weitere Bürgerin sagte: „Ich finde Gendern gut, weil dadurch Frauen und Mädchen mit einbezogen werden, allerdings werden immer noch nicht alle Geschlechter einbezogen.“

Sind Bürgerinnen und Bürger der Meinung, dass man Gendern an Schulen einführen sollte?

„Ich finde nicht, dass es die Pflicht geben sollte zu Gendern“, sagte eine Bürgerin, „allerdings finde ich schon, dass es in Schultexten und Schulbüchern benutzt werden sollte.“ Eine andere Bürgerin war anderer Meinung: „Ich würde es nicht in Schulen einführen, weil ich es viel zu umständlich finde und ich mich auch mit der männlichen Form angesprochen fühle. Außerdem finde ich es als Leser langweilig, etwas zu lesen, wenn gegendert wird.“

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