Sprache zu lernen, ist das Wichtigste

Die gemeinnützige Gesellschaft KOMPASS unterstützt ein Betreuungsangebot für Kinder aus geflüchteten Familien.

Von Sarah Winking, 8c, Gymnasium Schwertstraße

Das Projekt „Passage – Brückenkindergarten“ vom KOMPASS (Gemeinnützige Gesellschaft für Kommunale Paritätische Alten- und Sozialhilfe) ist ein Tagespflegeangebot für Flüchtlingskinder und Kinder aus ähnlichen Lebenslagen. Für jeweils zweieinhalb Stunden an drei Tagen die Woche betreuen pädagogische Fachkräfte jeweils bis zu fünf Kinder im Kindergartenalter an verschiedenen Standorten.

Claudia Winking leitet eine der Gruppen im Gemeindehaus der Lutherkirchengemeinde an der Kölner Straße. Die Kinder werden unter anderem durch Sozialarbeiter, die die Familien begleiten, oder durch das Jugendamt auf die Gruppen aufmerksam. Die Erzieherin Claudia Winking betreut im Moment zwei Kinder, die im nächsten Jahr in die Schule kommen.

Die Vorschulkinder haben keinen Kindergartenplatz bekommen und haben deshalb Vorrang, um sich auf die Schule vorzubereiten. Viele der Kinder können, bevor sie in eine der Gruppen kommen, kein Deutsch sprechen oder höchstens ein paar Worte. Deshalb möchte Claudia Winking demnächst mit ihren Kindern noch intensiver Deutsch lernen. Sie hat dafür ein Programm ausgesucht, das verschiedene Themen intensiv behandelt, wie zum Beispiel Jahreszeiten, Kindergarten oder der Körper.

Auch Ausflüge und Spaziergänge sind geplant

Für das Programm bereitet sie Spiele mit viel Sprache und Ausmalbilder vor. Wichtig für die Schule sei auch, dass die Kinder lernen, wie man eine Schere benutzt oder richtig klebt. Claudia Winking überlegt, ob sie im Frühling mit ihren Kindern Ausflüge macht oder auf den Spielplatz geht.

Manche Eltern sprechen kaum Deutsch, aber wenn es Schwierigkeiten gibt, können die Betreuer auch den mobilen Übersetzungsdienst des Kommunalen Integrationszentrums (KI) nutzen. „Zur Not verständigen wir uns mit Händen und Füßen“, berichtet Claudia Winking. Außerdem erzählt sie, die Kinder seien sehr kreativ, wenn es darum ginge, etwas klar zu machen. Dienstags kommen Kinder aus einem Kindergarten ins Gemeindehaus zum Musizieren und Singen mit dem Kantor der Gemeinde. Auch Claudia Winkings Kinder nehmen teil.

Bei der Flüchtlingswelle 2015 wurden ehrenamtliche Helfer gesucht. Claudia Winking half erst bei der Essensausgabe. Da auch Kinder in der Turnhalle waren, bot sie ihre Hilfe als Erzieherin bei der Kinderbetreuung an. Bis 2016 das Projekt „Passage“ gestartet wurde, betreuten die ehrenamtlichen Helfer die Kinder. Das ganze Projekt wird von dem Landesprogramm „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“ sowie Eigenmittel der KOMPASS gGmbH gefördert.

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