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Die Solinger O-Bus-Tradition

Von Paul Schrumpf, 8e, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Welcher Solinger kennt sie nicht – die O-Busse im Straßenverkehr in Solingen. Die O-Busse fahren seit dem 19. Juni 1952 in der Stadt. Heute hat die Stadt Solingen sechs Linien mit 50 Oberleitungsbussen. Mit einer Streckenlänge von 56,6 Kilometern hat Solingen das größte O-Bus-System in Deutschland.

Seit 1952 sind die O-Busse immer effizienter geworden und schonen stark die Umwelt. Dadurch werden pro Jahr 5000 Tonnen Co2 eingespart. Solingen ist extrem fortschrittlich was Elektromobilität betrifft. Solingen hat vor Esslingen und Everswalde das größte Obussnetz in Deutschland.

Weltweit findet man in Moskau das größte Netz. Dort fahren rund 5000 Busse durch die Stadt. Die Dieselbusse der Stadtwerke werden wahrscheinlich bald auch durch Obusse ersetzt. Da auch Obusse noch einen Dieselmotor für unelektrifizierte Streckenabschnitte haben, wird schon geplant, diese durch Elektromotoren zu ersetzen.

Die Oberleitungen für die Busse sind wartungsarm, zuverlässig und eventuell auftretende Fehler können schnell behoben werden. Da die Anschaffung der Oberleitungen aber recht teuer ist, gibt es in Deutschland nur noch zwei weitere O-Busnetze.

Die O-Busse sind zwar in der Anschaffung teurer, aber sie haben auch einen geringeren Wartungsaufwand als die Dieselbusse. Durch die Wartung auf dem eigenen Betriebshof fallen zudem weniger laufende Kosten an. O-Busse sind in der Stadt Solingen ein wesentlicher Bestandteil für die zukünftige Elektromobilität.

Im Solinger O-Bus Museum finden Interessierte viele spannende Fakten zur Geschichte und Entwicklung der O-Busse. Unter anderem kann der älteste O-Bus ÜH-IIIs aus dem Jahr 1959 besichtigt werden. In Solingen wird also auch in Zukunft der O-Bus im öffentlichen Nahverkehr zu finden sein.

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