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Solinger Hilfsorganisation ist in Georgien tätig

Menschen mit Behinderung wurden bis vor kurzem in Georgien kaum gefördert.

Von Alexi Richardt, 8b, Albert-Schweitzer-Schule

Nach einer Reise in Georgien gründete Heidi Schmachtenberg dort eine Beratungsstelle für Behinderte. Die Solingerin war davor in vielen Ländern, beispielsweise in Hong Kong, Vietnam, Afrika, aber auch oft in Russland unterwegs.

2001 trafen Edit Samson und Heidi Schmachtenberg eine Freundin namens Eteri Odzelashvili, eine ehemalige Dozentin aus Georgien. Sie meinte folgendes: „Heidi und Edith, kommt doch mal nach Georgien, dort gibt es gar keine Behinderten!“

So sind Heidi und Edith nach Georgien gekommen. Aber dort stellten sie fest, dass es sehr wohl Menschen mit Behinderung gab, die aber keine professionelle Hilfe bekamen. Die Eltern haben es so gut wie möglich versucht die Kinder zu verschleiern und sie zu Hause zu pflegen, doch diese Kinder haben nie professionelle Hilfe bekommen.

Doch fand Heidi eine Einrichtung, in der einige behinderte Kinder gefördert wurden, allerdings bekamen dort nur die älteren Kinder Hilfe. Auf diese Weise kam Heidi auf die Idee, die Förderung auch für jüngere Kinder zu ermöglichen. Zurzeit werden schon zwei Frühfördereinrichtungen, eine in Tiflis und eine in Rustavi, unterstützt.

2006 wurde die erste Einrichtung auf Spendenbasis gegründet

Die erste Einrichtung konnte der Solinger Verein durch Spenden im Jahr 2006 mieten. Diese war in Rustavi, dort waren zuerst 8 Kinder und 2 Pfleger, die Kinder waren zwischen 0 und 10 Jahre. Da sie sich nicht alles von Spenden leisten konnten, haben sie 2006 bei Aktion Mensch einen Antrag gestellt und so ist es ihnen gelungen eine Modelleinrichtung für Frühförderung und Beratung zu gründen.

Am Anfang waren erst wenige Kinder dort, da es sich ja auch rumsprechen musste. Heute sind die Einrichtungen bekannt. Wenn die Kinder die Einrichtung verlassen, suchen sie sich Arbeitsplätze. Diese sind aber leider schwer zu finden. In Tiflis gehen die Kinder in eine Nähfabrik oder eine Küche. In der Einrichtung in Rustawi gibt es auch noch eine Gärtnerei. Trotzdem ist es schwer solche Arbeitsplätze zu finden, da es in Georgien nicht solche Hilfen gibt wie in Deutschland.

In den vergangenen 17 Jahren habe sich viel geändert, sagt Edith Samson. (Stellvertretende Leiterin des Vereins)

Dank Spenden und Unterstützung von vielen Menschen sind die Mitarbeiterzahlen auch sehr gestiegen. Von zwei Mitarbeitern auf über 70 Hilfskräfte, aber dafür auch über 170 Menschen mit Behinderung von 0 bis 25 Jahren.

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