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Sind Pitbulls wirklich aggressiv?

Von Zoe Schymczyk, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Jährlich werden über 100 Menschen von gefährlichen Hunden angegriffen, aber nur ein Bruchteil von diesen Angriffen sind auf Pitbulls zurückzuführen. Warum denken trotzdem so viele Menschen, dass der Pitbull unberechenbar und aggressiv ist, obwohl es nachweislich kaum Angriffe von ihnen auf Menschen gibt?

Die Eigenschaften eines Pitbulls sind Anhänglichkeit, Freundlichkeit, Tapferkeit, Gehorsamkeit, Intelligenz und Loyalität. Diese Merkmale machen ihn zum perfekten Familienhund!

Liegt es alleine daran, dass der Pitbull einen muskulösen Körperbau und einen bulligen Kopf mit kräftigem Kiefer hat, der den Menschen Angst macht? Oder ist es die Tatsache, dass Menschen unter anderem Pitbulls zu “Killermaschinen“ für Hundekämpfe gemacht haben? Können Menschen nicht jeden Hund zum Killer machen? Dann sind nicht die Hunde, sondern die Menschen das Problem!

Dieser Meinung ist auch Cesar Millan, ein Profi-Hundetrainer aus den USA. Er setzt sich seit Jahren für die Resozialisierung von aggressiven Hunden ein und kämpft dafür, dass so genannte Kampfhunde wieder einen guten Ruf in unserer Gesellschaft bekommen. Eine besondere Beziehung hat er zu den Pitbulls, die er als besonders missverstanden ansieht.

Seine Pitbulls Daddy und Junior sind gute Beispiele für diese Rasse. Mit ihnen versucht er aggressiven und scheuen Hunden zu helfen. Cesar Millan veranstaltet regelmäßig Demonstrationen für gerechtere Hundegesetze, an denen oft tausende Hundebesitzer teilnehmen.

Würden sich mehr Menschen für die Pitbulls einsetzen, hätten sie vielleicht eine Chance in der Gesellschaft aufgenommen zu werden, als das was sie sind: Perfekte und schöne Familienhunde. Hätten sie das nicht wirklich verdient?

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