Terroranschläge

Sichere Weihnachtsmärkte

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Mit gepanzerten Westen und Maschinenpistolen im Anschlag patrouillierten Polizisten nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz auch auf Solinger Weihnachtsmärkten.

Viele Menschen haben sich von den Terroranschlägen verunsichern lassen und meiden zum Teil die Öffentlichkeit.

Von Hendrik Röhr, Jubes Ticha, 8c, Humboldtgymnasium Solingen

Es war früh dunkel, die vielen weihnachtlichen Lichter leuchteten, und es duftete aus allen Ecken. Die Weihnachtszeit war da, und die Menschen strömten auf die Weihnachtsmärkte. So war es im Advent 2017. Aber seit dem 19. Dezember 2016, als der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem Sattelzug in eine Menschenmenge auf den Weihnachtsmarkt in Berlin fuhr, haben viele Menschen Angst, Opfer eines solchen Anschlags zu werden. Doch ist diese Angst berechtigt?

Sicherheitsvorkehrungen wie etwa Fahrzeugsperren kosten Geld. Geld, welches den Gemeinden häufig nicht zur Verfügung steht, wodurch manche Events erst gar nicht stattfinden können, und somit unsere kulturelle Entwicklung beeinflusst wird. Um ein Fahrzeug aufzuhalten, kann man Betonsperren, versenkbare Sperren oder IBC-Container verwenden. Letztere sind eine Art Plastikcontainer in einem Gehäuse aus Metallgittern. Einer von diesen Containern kostet circa 250 Euro und bietet Platz für etwa eine Tonne Wasser.

Auch die Polizei hat einige Veränderungen in ihren Strategien vorgenommen, so gibt es nun im Stadtbild mehr schwer bewaffnete Polizisten mit Maschinenpistolen und schwerer Schutzwesten, welche sogar dem Beschuss von Kriegswaffen standhalten. Außerdem üben Streifenpolizisten neue Anti-Terror-Konzepte, und Streifenwagen sind im Einsatz, permanent ausgestattet sowohl mit Maschinenpistolen als auch mit schweren Schutzwesten.

In der Polizeiarbeit der Länder gibt es noch große Unterschiede

Bundesweit sind solche Sicherheitsstandards noch nicht geregelt. So gibt es noch teils große Unterschiede beim Polizeiaufkommen in Städten und Bundesländern, aber auch zwischen den Ländern Europas. Beispielsweise gibt es in Frankreich etwa viel mehr Polizei als in Spanien.

Um noch mal abschließend auf die Frage vom Anfang zurückzukommen: Die Angst, Opfer eines solchen Anschlags zu werden, ist unberechtigt. Vielmehr wird sie von manchen gefördert, da Terroranschläge über einen viel höheren Seltenheitsgrad und über eine ganz andere Brutalität der Gewalt verfügen.

Vergleichsweise ist die Chance, bei einem Terroranschlag zu verunglücken, deutlich geringer als bei einem Verkehrsunfall. Statistisch gesehen verunglückten in Deutschland im Jahr 2016 rund 300 000 Menschen bei Verkehrsunfällen, zum Vergleich waren es bei Terroranschlägen von 2014 bis Mitte 2017 „nur“ rund 40 Menschen (Quelle: Statistisches Bundesamt).

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