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Es hat sich noch nicht ausgepfiffen!

Von Sebastian Hohl und Max Pludra, 9e, Alexander-Coppel-Gesamtschule

Das hitzige Fußball-Kreisliga Spiel steht kurz vor dem Ende. Ehrgeiz liegt in der Luft. Beide Mannschaften preschen nach vorne und wollen das Spiel entscheiden. Das Spiel ist sehr aggressiv, es geht hoch her. Plötzlich pfeift der Schiedsrichter eine Abseitsstellung und direkt ist das Spiel noch hitziger. Die Spieler umringen gestikulierend den Unparteiischen. Die Trainer schütteln den Kopf und die Zuschauer regen sich kräftig über die Leistung des Spielleiters auf.

Schon in Kreisligen und Bezirksligen wird der Schiedsrichter oft als „Schieber“ abgestempelt. Obwohl die Schiedsrichtertätigkeit ein „Ehrenamt“ ist, wird oft der Unparteiische für Niederlagen verantwortlich gemacht. Der Posten sollte mit mehr Respekt betrachtet werden.

Auf den Zuschauerrängen hört man oft Sätze wie „Klar, der Schiri gehört zu den Gegnern, hier spielen doch 11 gegen 12.“ Auch Ersatzspieler konfrontieren den Spielleiter mit Drohungen. Oft wird von Tätlichkeiten gegen den Unparteiischen berichtet. Als Schiedsrichter lebt man heutzutage teilweise sogar gefährlich.

Amateurschiedsrichter Tobias Hohl bestätigte dies teilweise: „Klar, dass es in den Spielen oft zu Konfrontationen kommt. In meiner Karriere wurde ich einmal mit in ein Gerangel einbezogen, wurde jedoch nie geschlagen.“ Dass der Schiedsrichter sich morgens, nachmittags oder abends bei jedem Wetter auf den Platz stellt ist schon stark. Aufgrund dessen sollte dem Schiedsrichterposten gebührender Respekt gezollt werden.

Bei den Problemen, dem Trubel haben Jugendliche leider selten die Motivation, selber eine Ausbildung und Prüfung zum Schiedsrichter zu absolvieren. „Das ist ein echtes Problem. Aber da kann ich die Entscheidung der Jugend, die Ausbildung nicht zu absolvieren schon verstehen“, erzählte uns Tobias Hohl. Ein spannendes Experiment wäre ein „Spiel ohne Leiter“. Ich bin nahezu 100 Prozent sicher, dass ein blankes Chaos entstehen würde.

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