Als die Schwimmer wieder ins Wasser springen durften

Schwimmen im Sportbad am Stadtpark Archivfoto: batte
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Schwimmen im Sportbad am Stadtpark Archivfoto: batte

Training beim OTV in Zeiten der Corona-Pandemie

Von Finja Haarmann, 8a, Humboldtgymnasium

Es ist 17.45 Uhr. Die Leistungsschwimmer des OTVs warten bereits vor dem Eingang der Klingenhalle, selbstverständlich mit einer Mund-Nase-Maske. Sie müssen noch auf ihren Trainer warten. Nur mit ihm dürfen die Schwimmer gemeinsam die Halle betreten. Nach ein paar Minuten kommt er mit seinem Fahrrad angefahren. Jetzt können die Schwimmer rein. Vorher müssen sie die Hände desinfizieren und sich in eine Liste eintragen, die ebenfalls aufgrund der Pandemie notwendig ist. Dann müssen alle nur noch ihre Schuhe ausziehen. Ein Bademeister ermahnt die Jugendlichen, die Schuhe auch in ihre Rucksäcke zu packen, damit der Dreck von draußen nicht in die Halle getragen wird.

Anders als gewohnt, geht es nach dem Unterschreiben direkt vom Vorraum in die Schwimmhalle. Die Umkleiden dürfen vor dem Training nicht benutzt werden. Nun lassen sich die Schwimmer auf den großen Stufen zwischen den beiden Schwimmbecken nieder. Sie riechen schon das Chlor und hören das Rauschen des Wassers. Aber jetzt müssen sie erstmal ihre Kleidung ablegen. Danach müssen sich die Sportler natürlich erstmal aufwärmen. Sie nennen es „Fünf-Minuten-Übungen“, Übungen für Arme, Beine und Rumpf. Am Ende des Aufwärmens wird sich noch etwas gedehnt. Nach dem Aufwärmen suchen die Schwimmer ihre Trainingsutensilien zusammen: Schwimmbrille, Badekappe, Flossen und etwas zu trinken darf nicht fehlen.

Erst am Beckenrand legen die Schwimmer ihre Masken ab. Das kalte Abduschen vor dem Training ist nicht möglich. Nun springen die Jugendlichen mutig in das Wasser des 50-Meter Beckens. Die Kälte ist nach dem Einschwimmen schnell wieder verflogen.

Ist das Training vorbei, packen die Schwimmer ihre Sachen und ziehen wieder ihre Masken an. Jetzt geht es zu den Duschen. Allerdings kann das auch mal ein paar Minuten dauern. Es dürfen sich nämlich nur fünf Personen gleichzeitig in einem Duschraum aufhalten. Nach dem Duschen wird die Maske wieder aufgesetzt und es geht in die separate Umkleide, in die nur die Schwimmer des eigenen Vereins dürfen.

Die Schwimmer sind erleichtert, dass das Training nach monatelanger Pause wieder stattfinden kann. Auch wenn es sehr schwer ist, wieder in den Trainingsalltag hineinzufinden. Die Kondition ist ebenfalls bei vielen zurückgegangen. Trotzdem sind die Sportler froh, wieder ins Wasser springen zu dürfen. Dieser Artikel wurde vor dem verschärften Lockdown geschrieben (Anm. d. Redaktion)

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