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Schwimmer unter Druck

Beim Leistungssport wird viel gefordert.

Von Jolanda Carta, 10e, Geschwister-Scholl-Schule

„Das viele Training und der Druck, ständig die Beste sein zu müssen, ist super stressig“, berichtet die 15-jährige Leistungsschwimmerin Alessia Prete aus Solingen. Sie schwimmt seit sieben Jahren in einem Solinger Schwimmverein und erlangte vor einigen Jahren den Titel als Deutschlands beste Schwimmerin im Jahrgang 2002 im Freistil über 800 Meter.

Vier Mal pro Woche geht sie zwei Stunden lang ins Schwimmbad, um dort zu trainieren und ihre Schwimmleistung zu verbessern. Wer Teil eines erfolgreichen Teams sein möchte, muss mit mentalen und physischen Belastungen umgehen können. „Ich habe Glück, dass meine Schultage recht kurz sind. Dadurch habe ich genug Zeit, um Hausaufgaben zu erledigen oder mich auszuruhen“, gibt Alessia zu.

Doch nicht alle Jugendliche haben diesen enormen Vorteil. Viele gehen nach der Schule direkt zum Training und haben keine Zeit Hausaufgaben zu erledigen oder sich auf Klassenarbeiten vorzubereiten. Morgendliches Training vor der Schule ist nicht untypisch. An Freizeit mangelt es auch. Es sind vor allem die Schwimmtrainer, die Druck auf die jungen Schwimmer ausüben. Abwesenheiten beim Training oder bei Wettkämpfen werden nicht gerne gesehen.

Ständig werden Bestleistungen und Verbesserungen erwartet und das, obwohl es nur wenige im Erwachsenenalter an die Spitze schaffen. Der Konkurrenzdruck ist groß. Beginnt man nicht bereits im Kindesalter, sind die Chancen auf Erfolg niedrig. Trotz des Drucks bleibt Alessia dran und trainiert regelmäßig: „Schwimmen macht unglaublich Spaß und der Druck gehört nun mal dazu. Disziplin, Ehrgeiz und Ausdauer sind für Schwimmer sehr wichtig.“

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