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Schweinehorror Massentierhaltung

Die Profitorientierung bei der Fleischproduktion geht auf Kosten der Tiere.

Von Sara Houbertz, 8b, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Seit die Wirtschaft immer mehr daran interessiert ist, möglichst viel Fleisch für möglichst wenig Geld herzustellen, ist die Tierhaltung immer mehr profitorientiert. Da in Deutschland Schweinefleisch mit 38,1 Kilogramm im Vergleich zu nur 8,9 Kilogramm Rindfleisch der Spitzenreiter im pro Kopf Verzehr ist, leiden Schweine besonders darunter.

Während früher die Tiere nachts in Ställen und tagsüber auf Weiden gehalten wurden, leben heute 48 Prozent aller Schweine in Betrieben mit bis zu 5000 Tieren. Sie werden in kleinen Käfigen in Gruppen mit bis zu 20 Tieren gehalten.

Die Schweine haben kaum Bewegungsfreiheit, wodurch ihr Immunsystem geschwächt wird und sie häufiger Antibiotika erhalten müssen. Für den Menschen, der später das Fleisch isst, ist das ebenfalls ungesund, da er über das Fleisch auch unnötig Antibiotika zu sich nimmt.

Durch die energiereiche Ernährung nehmen sie etwa ein Kilogramm pro Tag zu. So können sie schneller geschlachtet werden. Innerhalb eines halben Jahres erreichen sie ein Gewicht von bis zu 125 Kilogramm . Durch den fehlenden Kontakt zu Artgenossen können sich Verhaltensstörungen entwickeln, wie Leerkauen und „Trauern“ (sitzen auf den Hinterpfoten und lassen den Kopf hängen).

Die Massentierhaltung ist dadurch in den letzten Jahrzehnten immer mehr in Verruf geraten. Tierschützer versuchen den Menschen die Augen zu öffnen. Viele Verbraucher sind sogar bereit, komplett auf Fleisch zu verzichten, da sie diese Form der Tierhaltung nicht unterstützen wollen.

Würde jeder von uns seinen Fleischverzehr überdenken und reduzieren, wäre manche Intensivhaltung überflüssig!

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