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Ein Schulwechsel mit Erfolg

Von Simon Wengenroth, 10c, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Seit der siebten Klasse besucht Luca eine Gesamtschule in Solingen, er erinnert sich noch gerne zurück an die Zeit, als ehemaliger Gymnasiast. Heutzutage ist er froh die Erfahrung gemacht zu haben, vermisst das Gymnasium aber kein bisschen.

„Wie soll ich das bloß schaffen?“ diese Frage stellte sich Luca früher jeden Tag. Tagtäglich wurde er unter Druck gesetzt, jede Schulstunde sollte so schnell wie nur möglich vorbeigehen. Er hatte Angst in die Schule zu gehen. Dies begründet der Zehntklässler nicht nur durch den Unterricht, sondern auch dadurch, dass er sich auch in der Klasse nicht wirklich wohlfühlte.

„Ich passte da nicht wirklich rein, zumindest fühlte ich mich so“, sagt Luca. „Natürlich verstand ich mich auch mit Personen ganz gut, bei den meisten war das eher oberflächlich. Den Unterschied lernte ich aber erst auf der neuen Schule kennen.“ Abschließend sieht Luca in seinen zwei Jahren auf dem Gymnasium aber eher eine Quälerei.

Auf der neuen Schule fühlte sich Luca schnell wohl

Ab der siebten Klasse wechselte Luca dann auf eine Ohligser Gesamtschule. „Vor allen Dingen war ich interessiert Abitur zu machen, dazu mit einer Schulbahn, bei der man den Schülern mehr Zeit gibt. Ich gliederte mich eigentlich ziemlich schnell in die Klasse ein, es dauerte wirklich nicht lange“, sagt Luca. „Was besonders deutlich auffiel, war der Unterschied des Lerntempos. Ich würde sagen, ich war zu diesem Zeitpunkt, einen gewissen Sprung weiter vorne, als die anderen.“

Hinzu kam, dass sich Luca nicht mehr unter Druck gesetzt fühlte: „Das Gefühl der stetigen Bedrängnis war weg, ich konnte endlich mal durchatmen.“ Dadurch hatte Luca mehr Zeit für seine Freizeit und konnte so auch neue Kontakte knüpfen. Was ihm aber heute immer noch bedeutend erscheint und wichtig ist, wäre die emotionale Seite, die in einem Menschen vorhanden ist, zu berücksichtigen.

Luca sagt: „Ich war eigentlich schon immer ein emotionaler und empfindlicher Mensch, das merkte ich auch damals auf dem Gymnasium, doch das war dort eher fehl am Platz. Seit ich auf dieser Schule bin, bin ich froh, dass auf die Schüler durch konstruktives Feedback, mehr eingegangen wird und ich würde mir so etwas auch nicht mehr nehmen lassen.“

Er spricht auch davon, dass er durch den Schulwechsel erheblich Selbstvertrauen gewonnen hat und so besser mit anderen interagieren konnte.

Seiner Meinung nach ist das gymnasiale Schulsystem etwas zu „stofflastig“. Besonders durch Schulreformen, wie dem G8 werden selbst talentierte Schüler ausselektiert.

Außerdem brauchen Schüler neben der Schule noch einen gewissen Freiraum für andere Tätigkeiten, um zum Beispiel Hobbys, das Treffen von Freunden, spontane Aktionen und andere Dinge auszuleben. Mag sein, dass der Freiraum für manche Schüler noch erreichbar erscheint, dieser wird jedoch für den größten Teil unterbunden.

Wenn man dadurch den Freiraum zu sehr einschränkt, kann so die Entwicklung eines Kindes gestört werden. Es erlebt nicht wirklich viele Momente aus denen es lernen kann, sich anderen Menschen anzupassen.

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