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Schritt für Schritt raus aus der Sucht

Die Jugend- und Drogenberatung hilft jungen Abhängigen gegen ihre Sucht anzukämpfen.

Von Canan Sandig und Irina Poliacov, 8c, Theodor-Heuss-Realschule

Die Jugend- und Drogenberatung Solingen hilft Jugendlichen oder Heranwachsenden bei Lebensproblemen, wie bei Drogenabhängigkeit, um sie wieder auf einen guten Weg zu lenken. Durchschnittlich führt der Verein etwa 300 Drogenberatungen pro Jahr durch, während die allgemeine Jugendberatung etwa 250 pro Jahr beträgt. Der Altersdurchschnitt der Patienten liegt zwischen 15 und 21 Jahren.

Schnell abhängig machende Drogen sind beispielsweise Heroin, Kokain und Crystal Meth, welche sowohl psychische als auch körperliche Probleme verursachen, wodurch süchtige Jugendlichen schnell in ein kriminelles Milieu hineinrutschen.

Eine von den Mitarbeiterinnen der Jugend- und Drogenberatung ist Frau Hufschmidt. Sie arbeitet vorbeugend, das heißt sie besucht Einrichtungen, wie Schulen und Universitäten, um dort über Drogen aufzuklären und aufzuzeigen, wie man sich vor ihnen schützt. Frau Hufschmidt schilderte uns, wie die Therapie und die Beratung aussieht und welche Voraussetzungen beachtet werden müssen.

Um an einer Beratung teilzunehmen, muss der Patient sich freiwillig dazu bereit erklären und der Berater muss sich gut mit dem Patienten verstehen, um ihm das Gefühl zu geben, ihn zu verstehen und ihn nicht zu verurteilen. Der Patient muss sich überlegen, was er sich von der Beratung erhofft und was für ein Ziel er erreichen will.

Der Berater versucht beim ersten Gespräch, die Angst des Patienten zu lindern, um dann bei den Beratungen das Problem zu lösen. Die Patienten werden hauptsächlich in Einzelberatungen betreut, aber es gibt auch Gruppenberatungen.

Die Prophylaxe nimmt einen großen Teil der Arbeit ein

Unter anderem wird eine Prophylaxe-Beratung angeboten, Prophylaxe heißt Vorbeugung einer Sucht oder Krankheit. Es gibt aber keine Selbsthilfegruppen. Die Patienten kommen einmal pro Woche oder zweiwöchentlich zur Drogenberatung.

Es ist wahrscheinlich, dass ein Süchtiger wieder rückfällig wird. Um dem vorzubeugen, wird Methadon eingesetzt. Methadon ist die Ersatzdroge, die von Ärzten Heroin- Abhängigen gegeben wird. Währenddessen muss eine Beratung ablaufen, die man „Substituierte Beratung“ nennt. Bei der substituierten Beratung stabilisieren die Ärzte den Patienten mit Methadon, und dann versuchen sie das Methadon abzusetzen. Heroinkonsum hängt mit Kriminalität zusammen, Methadon dagegen ist legal.

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