ZiSch

Schnäppchen für Jedermann

Im Solinger Sozialkaufhaus gehen nicht ausschließlich Bedürftige einkaufen.

Von Daniele Cassataro, 8d, Albert-Schweitzer-Schule

Seit November 2009 hat das Solinger Sozialkaufhaus seine Pforten geöffnet. Das Prinzip ist einfach: Bürger geben gebrauchte Möbel, Haushaltsartikel, Kleidung und Spielwaren ab. Die 30 bis 50 Mitarbeiter prüfen die Ware auf ihre Verfassung, sortieren sie gegebenenfalls nach Größe und zeichnen sie aus. Wer besonders auf diese „Secondhand-Ware“ angewiesen ist, bekommt einen Ausweis und damit 15 Prozent Rabatt auf alles.

Seit der Eröffnung des Sozialkaufhauses steht die Firma „Schuhmacher-Standort-Entwicklung“ dahinter. Sie haben das Sozialkaufhaus in Solingen Ende November 2009 zusammen mit der Gabe gGmbH ins Leben gerufen. Verkauft wird auf vier Etagen mit rund 2000 Quadratmetern in den ehemaligen, großzügigen Verkaufsräumen eines Möbelhauses.

Im Untergeschoss werden Küchen, Hausrat, Bestecke, Geschirr, Vasen oder auch Geschenkartikel verkauft. Herren- und Damenbekleidung werden im Erdgeschoss angeboten. Im ersten Stockwerk gibt es Möbel und auf der zweiten Etage Kinderbekleidung, Spielsachen, Kinderwagen und Ähnliches.

Geöffnet hat das Sozialkaufhaus Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 18 Uhr, samstags nur bis 16 Uhr. Außerdem werden andere Dienste angeboten, zum Beispiel das Besucherbistro im Eingangsbereich. Auf der zweiten Etage befindet sich eine Änderungsschneiderei, ebenfalls gibt es eine Spiel- und Wickelecke für die kleinsten Besucher.

Das Sozialkaufhaus steht an der Schlagbaumer Straße, direkt neben dem Riesenkonzern Porsche, der dort eben falls Ware vertreibt. Den Leuten, die im Sozialkaufhaus einkaufen, wird auf eine herbe Art und Weise deutlich vor Augen geführt, wie schlecht es ihnen geht. Doch wer denkt, dass nur Menschen, die sich keine andere Ware leisten können, dort einkaufen, liegt falsch. Auch Bürger, die Markenartikel einkaufen, schauen öfters nach Secondhand-Schnäppchen im Solinger Sozialkaufhaus.

Kommentare