„Rettungsdienst ist der schönste Job der Welt“

Stefan Nippes vom Deutschen Roten Kreuz liebt seinen Job. Archivfoto: Christian Beier
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Stefan Nippes vom Deutschen Roten Kreuz liebt seinen Job. Archivfoto: Christian Beier

Schon Jugendliche können beim Deutschen Roten Kreuz aktiv werden

Das Interview führte Lisa Elke, D-EK, Geschwister-Scholl-Schule

Stefan Nippes arbeitet schon viele Jahre beim Deutschen Roten Kreuz. Herr Nippes, wie lange sind Sie schon beim DRK und was waren Ihre Beweggründe für Ihren Einstieg?

Ich bin seit nunmehr 35 Jahren beim DRK und mein Eintrittsgrund war damals, dass ich keinen Wehrdienst bei der Bundeswehr machen wollte. Man konnte sich für zehn Jahre zur Mitwirkung beim DRK verpflichten und war damit vom Wehrdienst befreit. Anfangs war ich als Sanitäter in einer Katastrophenschutzeinheit tätig, aber ich bin schnell zum Rettungsdienst gewechselt, wo ich meine Ausbildung als Rettungssanitäter und später als Rettungsassistent absolviert habe.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um im Rettungsdienst arbeiten zu können?

Der Einstieg in den Rettungsdienst ist die Ableistung des Bundesfreiwilligendienstes oder eines freiwilligen sozialen Jahres (FSJ), falls man nicht sofort die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter absolviert. In dieser Zeit wird man zum Rettungshelfer ausgebildet und als Fahrer auf dem Krankentransportwagen eingesetzt. Dieser dient dazu, Nicht-Notfallpatienten zu transportieren, also zum Beispiel eine pflegebedürftige Person liegend zum Arzt zu fahren. Bei entsprechender Eignung kann man sich zum Rettungssanitäter weiterbilden, der dann auch als Fahrer auf dem Rettungswagen eingesetzt werden kann. Ein Interessent sollte Spaß an der Medizin mitbringen und vor allem Begeisterung an der Arbeit mit Menschen, denn man kommt mit den unterschiedlichsten Menschen in den verschiedensten Situationen zusammen. Soziale Kompetenz macht einen guten Rettungsdienstler aus! Natürlich ist eine entsprechende körperliche Eignung ebenfalls nötig, denn Heben und Tragen gehören einfach immer noch dazu. Vielen ist auch nicht bekannt, dass sich für angehende Medizinstudenten sogar Vorteile bei der Studienplatzvergabe ergeben. Leider behindern viele Vorschriften das spontane Reinschnuppern in diesen Bereich, zum Beispiel arbeitsmedizinische Untersuchungen oder Impfungen.

Wo kann ich als Teenager beim DRK aktiv werden?

Das Jugendrotkreuz (JRK) als unsere Nachwuchsorganisation macht einen tollen Job und führt Jugendliche an eine Tätigkeit im DRK heran. Neben Gruppenstunden laufen Wochenendfreizeiten und viele andere Aktivitäten, die jede Menge Spaß machen.

Wo liegen für Sie die Unterschiede zwischen dem Rettungsdienst von damals und heute?

Durch die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter haben sich erweiterte Kompetenzen für das nichtärztliche Rettungsdienstpersonal ergeben. Die Handlungsspielräume sind größer geworden, aber damit natürlich auch das Wissen und die Fertigkeiten, die stets auf dem neuesten Stand gehalten werden müssen. Aber damals wie heute gilt: Rettungsdienst ist der schönste Job auf der Welt!

Gibt es einen Einsatz, der Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Ich erinnere mich besonders eindrücklich an ein schweres Verbrennungstrauma in der Müllverbrennungsanlage, das der Patient glücklicherweise überlebte.

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