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Rettet das Huhn!

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Von Vivien Weyres, 8d, August-Dicke-Schule

Im Dezember 2016 wurden 4500 Legehennen aus Bayern von dem Verein Rettet das Huhn e.V. vor Ihrem Schicksal im Schlachthof bewahrt. Ein schwarzer Transporter fährt in die Einfahrt. Menschen stehen mit ihren Transportboxen, Käfigen und Kartons in der Garage und schauen gespannt auf den LKW. Die Hintertüren werden geöffnet und innen drin sind viele weiße Kisten. In jeder Kiste zehn gerettete Hühner aus Massentierhaltung.

So oder so ähnlich war es am 9. Dezember 2016 auch an 27 anderen Übergabeorten in sieben Bundesländern. Insgesamt wurden an diesem Wochenende um die 4500 weiße und braune Legehennen vermittelt. Sie alle kamen aus einer Massentierhaltungs-Halle in Bayern.

Durch die Internetseite www.rettet-das-huhn.de, über Facebook und über viele weitere Möglichkeiten, hatte es der Verein Rettet das Huhn e.V. geschafft, 615 Menschen zu überzeugen, Massentierhaltungshühner im Winter, trotz der Kälte und trotz Vogelgrippe zu adoptieren.

16 Vermittler aus sechs Bundesländern hatten sich bereit erklärt die Hühner und unter anderem sechs Hähne weiter zu vermitteln. Wir waren an dem Vermittlungsort in Nordrhein-Westfalen in Marl dabei. Um alle Hühner zu retten brauchte man 450 Boxen.

Vor Ort konnte man für die Hühner spenden abgeben und je nachdem, wie viele Hühner man retten wollte, bekam man einen Zettel mit der Anzahl. Währenddessen halfen die starken Leute mit, die Hühnerboxen in einen kleinen Lagerraum zu bringen. Dort wurden sie dann an die Leute verteilt.

Bei dem ganzen Verfahren war keine Hektik, Angst oder Panik zu spüren. Es war ruhig und die Hühner hatten keinen Stress. Fast das gesamte Team des Vereins, der das alles ermöglichte, reiste für das Wochenende von Bayern aus in die verschiedenen Bundesländer.

Einige der Hühner hatten wenig Federn oder kupierte Schnäbel. Zwei Jahre mussten sie in Bodenhaltung leben, eng zusammengedrängt und einige Hühner waren bei der Rettung schon so geschwächt, das zwei von ihnen leider starben. Sonst verlief alles gut. Die Vogelgrippe hatte zum Glück keinerlei Schaden angerichtet.

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