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Reges treiben im Vogelpark

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Die Ziegen sind weiterhin neben rund 80 anderen Tierarten im Vogelpark zu finden. 

Aktuell wird in dem beliebten Solinger Tierpark eine Arche für vom Aussterben bedrohte Tiere geschaffen.

Von Hannah Sophie Winkler, 8a, August-Dicke-Schule

Janett Heinrich ist seit einiger Zeit leitende Tierpflegerin im Solinger Vogel- und Tierpark. Seitdem hat sich dort einiges verändert. Es wurden nicht nur Tierarten reduziert, sondern auch Gehege neu gebaut.

Wie ist Ihre Beziehung zu den Tieren im Vogelpark?

Janett Heinrich: Das ist immer unterschiedlich. Eigentlich komme ich mit allen gut klar, aber es gibt auch viele, die können mich nicht leiden, weil ich immer dabei bin, wenn der Tierarzt mitkommt. Im großen und ganzen mögen mich die Tiere, ich mag sie auf jeden Fall.

Was tun Sie damit Ihre Tiere glücklich sind?

Heinrich: Wir arbeiten ganz viel mit Tierbeschäftigung, die muss relativ schnell und praktisch sein, weil wir ja nicht nur zwei, drei Pfleglinge haben, sondern über 300 Tiere und die Tiere sollen maximalen Spaß damit haben. Ganz häufig arbeitet man da mit Tierfutter. Es gibt aber auch direkte Ansprachen zu den Tieren. Bei den Ponys und Eseln beispielsweise machen wir jeden Tag einmal Lauftraining, bei Ziegen und Schafen gibt es dann Knabber-Äste und bei den Papageien, wenn die Zeit da ist, Papageien-Training. Und glücklich sind Papageien auch, wenn Besucher da sind.

Wie gestalten Sie den Park für die Besucher möglichst interessant?

Heinrich: Außer dem Kiosk und dem Spielplatz arbeiten wir viel mit Dekorationen. Wir machen mittlerweile ganz viele Besucherführungen, sei es für Kindergeburtstage, Schulen, Kindergärten und hin und wiedermal auch für Erwachsene. Das ist momentan leider noch nicht ganz so gefragt. Außerdem haben wir viele informative Schilder, wo die Leute sich auch selbst schnell relativ viel Wissen aneignen können. Schaufütterungen sind das Highlight für die Besucher schlechthin. Immer um 11 Uhr ist bei den Waschbären Schaufütterung und am Nachmittag im Stallbereich.

Gibt es auch Kritiker unter den Besuchern?

Heinrich: Natürlich gibt es immer Kritiker, aber da muss man ganz klar sagen, wenn dich keiner mehr kritisiert, bist du nicht gut. Wir nehmen Kritik immer gerne entgegen. Beispielsweise gibt es Kritiken, weil wir drei, vier gerupfte Vögel haben. Viele Tiere, die hier wohnen, kommen ganz häufig aus Beschlagnahmungen und bei den Aras sind auch Wildentnahmen dabei. Das haben wir also nicht selbst gemacht und wir versuchen immer das Maximalste für die Tiere herauszuhohlen. Manchmal schimpfen die Leute auch, dass es dreckig ist, aber hinterher kann dir keiner genau sagen wo. Wir sind jeden Tag mindestens mit drei Leuten für fünf Stunden nur in der Pflege, um die Gehege sauber zu halten, frisches Wasser zu geben und zu füttern.

In den letzten Jahren wurde hier einiges modernisiert. Was gibt es Neues?

Heinrich: Wir haben alles, was wir bisher renoviert haben, auch vergrößert. Als erstes haben wir viele Tierarten abgeschafft. Wir hatten 125 Tierarten, jetzt haben wir nur noch 80 bis 85, um einfach den Tieren mehr Platz bieten zu können. Zudem haben wir eine neue Ara-Voliere gebaut. Neue Tiere anzuschaffen, fangen wir jetzt gerade an. Wir haben Thüringer-Waldziegen aber auch Gröllwitzer-Puten und Bergische Schlotterkämme (Hühner) gekauft und bei Papageien Partnervögel gefunden. Wir sind gerade dabei, ein Arche-Projekt für vom Aussterben bedrohte Haustierarten zu machen. Deshalb auch die zuvor genannten Tiere.

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