„Violettas Puppenbühne“

Puppentheater im Südpark

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Eva Wieden von Violettas Puppenbühne ist leidenschaftlich bei der Sache.

Die Leiterin Eva Wieden möchte das Theater so lange weiterführen, wie sie gesund ist.

Von Max Mybes, 8c, Gesamtschule Höhscheid

Im Südpark hat „Violettas Puppenbühne“ 2015 ein eigenes Atelier eröffnet. Die Gründerin Eva Wieden sprach mit uns über die Kosten, Künstler im Südpark und darüber, dass man nicht immer die Stücke spielen kann, die einem vorschweben.

Frau Wieden, im Oktober feierte Ihr neues Stück „Können Blumen laufen?“, in Ihrem Atelier im Südpark Premiere. Worum geht es in dem Stück? Eva Wieden: Es geht um die Freundschaft zwischen einer Katze und einer Maus. 1992 gründeten Sie „Violettas Puppenbühne“. Bis dahin haben Sie an verschiedenen Bühnen Regie geführt. Wozu der Image-Wechsel? Wieden: Es war kein Image-Wechsel. Der Grund war, dass mich das Puppentheater schon immer interessierte. Der Unterschied zwischen Theater mit Schauspielern und dem mit Puppen liegt nur in der Größe der Protagonisten. Zu Ihrer mobilen Bühne kam 1998 das „Puppentheater am Böckerhof“ hinzu. 2012, 14 Jahre nach der Eröffnung, musste es wegen Zuschauermangel schließen. Finden Sie es besser, mobil zu bleiben, wenn man kein Stammpublikum hat? Wieden: Wir haben immer noch ein Stammpublikum. Es gibt Menschen, die nach wie vor zu uns kommen. Aber die Kosten eines Theaters sind sehr hoch, du musst sie jeden Monat bezahlen, auch im Sommer! Ich muss sie eben einspielen. Viele Stücke aus Ihren Anfangsjahren werden nicht mehr gespielt. Was sind die Gründe? Wieden: Manche Stücke wie „Schneewittchen“ spiele ich immer noch. Das Stück „Der Josa mit der Zauberfiedel“ von Janosch, was mir sehr gefiel, war allerdings nicht so erfolgreich. Aber man kann sie nicht aufführen, wenn das Publikum sie nicht sehen will. Manche Stücke haben Erfolg, manche nicht. Um auf Ihr neues Stück zurückzukommen – in gewisser Weise ist es doch eine Fortsetzung Ihres Stückes „Kleines Kätzchen Naseweiß“, oder? Wieden: Ja, das stimmt. Es ist ein sehr erfolgreiches Stück, obwohl es für kleinere Kinder gemacht ist. In diesem Jahr wird Ihr Theater 25 Jahre alt. War das ein Anliegen, Ihrem Publikum ein neues Stück zu präsentieren? Wieden: Nein. Damit hat das nichts zu tun. Wie sieht die Zukunft von Violettas Puppenbühne aus? Wieden: Solange ich gesund bin, werde ich weiterhin Puppentheater spielen. Wenn mir jedoch etwas fehlt, werde ich damit aufhören. Gesundheit und Spaß, beides ist mir wichtig.

Und zuletzt noch eine Frage: Das Puppen- und das Figurentheater überhaupt, gibt es schon seit über 2000 Jahren. Glauben Sie, dass es in Zeiten von Play Station noch eine Chance hat, zu überleben? Wieden: Die Antwort liegt in der Frage. Das Figurentheater existiert schon so lange – also wird es das auch weiterhin tun!

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