ZiSch

Polizist ist kein reiner Männerberuf

Polizeioberkommissar Marc Böhle von der Wuppertaler Bereitschaftspolizei informiert im ZiSch-Interview.

Von Jonas Alexander Lutz, 8c, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Von Anfang September bis Ende Oktober war die Bereitschaftspolizei im Hambacher Forst eingesetzt. Wir lasen und hörten fast täglich davon. Aber wie sieht eigentlich der normale Berufsalltag aus, welche weiteren Einsatzanlässe gibt es und wie sind die Beamten der Wuppertaler Bereitschaftspolizei ausgerüstet? Polizeioberkommissar Marc Böhle konnte Antworten auf diese Fragen geben.

Auf die Frage, zu welchen weiteren Einsätzen die Bereitschaftspolizei gerufen wird, erklärte Marc Böhle, dass sie mehrfach bei Fußballspielen und Demonstrationen eingesetzt werden. Die Bereitschaftspolizei wird aber auch bei Großveranstaltungen, Razzien und Durchsuchungen angefordert.

Marc Böhle berichtete auch über die Ausrüstung und die Fahrzeuge, die sie besitzen. „Wir tragen immer Einsatzanzug, Schusswaffe, Pfefferspray, Handschellen, Einsatzmehrzweckstock und eine Schussweste und je nach Lage einen Helm und Körperschutzausstattung.“ Die Fahrzeuge der Bereitschaftspolizei sind der VW T5 für die Führungskräfte, der Mercedes Sprinter für den Transport der Einsatzkräfte und Material und ein Kamerawagen.

Über die Jahre veränderte sich die Anzahl der Einsätze bei der Bereitschaftspolizei aufgrund der Terrorgefahr in Europa. Die Bereitschaftspolizei wird jetzt auch auf Weihnachtsmärkten und Silvesterfeiern eingesetzt. Der Anteil der Frauen, die bei der Bereitschaftspolizei arbeiten, beträgt etwa 35 bis 40 Prozent, also ist dieser Beruf kein reiner Männerberuf, sondern auch viele Frauen entscheiden sich, zur Polizei zu gehen.

Marc Böhle betonte im Gespräch auch noch, dass er als Koordinator der Beweissicherung arbeitet. Bei einem Einsatz koordiniert er die Kräfte und leitet Befehle vom Hundertschaftsführer an die Kollegen weiter. Im täglichen Dienst verwaltet er die Beweise, die auf Einsätzen aufgenommen wurden.

Marc Böhle berichtete noch, wie ein Einsatz geplant wird. Der Hundertschaftsführer bekommt einen Auftrag vom Polizeiführer. Dann plant der Hundertschaftsführer, wie er die Beamten in dem Einsatzort aufstellt. Die Einsatzleitung erstellt einen Durchführungsplan und eine Karte des Einsatzortes für die Beamten. In einer Hundertschaft gibt es drei Züge, in jedem Zug sind 38 Personen. Eine Hundertschaft besteht aus etwa 124 Beamten.

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