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Pferde als Therapie

Von Mona Häwel, 8b, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Das therapeutische Reiten ist

eine relativ unbekannte Therapieform, auch wenn sie seit etwa 44 Jahren angeboten wird. Sie umfasst drei bekannte Bereiche, das heilpädagogische Reiten (auch Reitpädagogig genannt), das heilpädagogische Voltigieren und die Hippo-Therapie.

Diese drei bekannten Bereiche wurden durch das deutsche Kuratorium für therapeutisches Reiten DKThR definiert und der Bereich „Therapeutische Förderung mit dem Pferd“ hat sich weiterentwickelt. Dabei steht aber immer das therapeutische Handeln im Vordergrund.

Allerdings gibt es noch andere Themenbereiche im therapeutischen Reiten: Die ergotherapeutische Förderung, die logopädische Förderung und die psychotherapeutische Förderung mit dem Pferd. Allerdings zählt der Behindertenreitsport nicht zu dem Themenbereich des therapeutischen Reitens, da dieses eine Sportart ist und keine Therapie.

Das therapeutische Reiten wird in der Umgangssprache oft als Reittherapie bezeichnet. Aber aus fachlicher Sicht ist die Reittherapie ein eigenständiger Arbeitsbereich mit Parallelen zum heilpädagogischen Reiten, der sich aber hauptsächlich mit psychischen und psychosomatischen Krankheiten beschäftigt.

Für Reitpädagogen und Reittherapeuten gibt es verschiedene Ausbildungen. Ute Limbach bietet Reitsport für Behinderte und nichtbehinderte Menschen auf dem Meiswinkler Hof in Solingen an. Sie hat eine Zusatzausbildung als Ausbilderin im Reitsport für Behinderte DKThR (Deutsches Kuratorium für therapeutisches Reiten).

Außerdem hat sie das Deutsche Reitabzeichen in Silber, das Bodenarbeitsabzeichen FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) und eine Ergänzungsqualifikation Bodenarbeit FN für Trainer. Bereiterin FN (Pferdewirtin mit Schwerpunkt Reiten), Pferdewirtschaftsmeisterin Zucht und Haltung, Richterin Breitensport Reiten FN und Tierärztin ist sie auch.

Reittherapeutische Angebote und heilpädagogisches Reiten sind meist privat zu tragen. Bei einigen Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe gehören sie zum Angebot und können Teil ambulanter Hilfen sein oder über den Pflegesatz bezahlt werden.

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