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Pferde helfen Kindern mit Autismus

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Das Kind sitzt bei der Pferdetherapie grundsätzlich vor der Reitlehrerin.

Die Cornelius Praxis und der Meiswinkler Hof kooperieren, um eine neue Methode umzusetzen.

Von Carla Born und Lena Hildman, 8a, August-Dicke-Schule

In Solingen kooperieren die Cornelius Praxis und der Meiswinklerhof, um eine neue Methode umzusetzen: Die Horseboy-Methode oder auch „Follow the Child Methode“. Wir besuchten am 10. Dezember die Cornelius Praxis sowie den Meiswinklerhof.

Seit 2017 engagieren sich Ute Limbach, Reitlehrerin und Tierärztin vom Meiswinkler Hof, sowie Claudia Eichler und Prof. Dr. Frank Duesberg von der Cornelius Praxis für die Horseboy Methode. Der Name Horseboy ist auch bekannt als Tandemreiten. Tandemreiten gibt es seit 2014 in Texas.

Der Autor Rupert Isaacson hat ein Buch über seinen Sohn, der Autist ist, geschrieben. Es heißt „Der Pferdejunge“. In dem Buch beschreibt er die Entstehung der Horseboy-Methode. Bei der Therapie sitzt das Therapiekind jeweils vor dem Therapeuten. Der Therapeut verleiht dem Kind ein sicheres Gefühl und ist „die Stimme im Ohr“ des Kindes. Claudia Eichler und Prof. Duesberg beschäftigen sich seit langer Zeit mit dem Autismus. Autismus ist eine Art der Hyperaktivität. Das Gehirn schüttet dabei zu viel Stresshormone aus und löst so Stress aus.

„Wenn man den Spaß an einer neuen Sache gefunden hat, entstehen dadurch neue Lernprozesse, durch die Kreativität und Neugier erweckt werden“, erzählt Claudia Eichler. Wenn die Kinder auf dem Pferd sind, ist ein Augenkontakt zu vermeiden, denn dann sind Autisten verunsichert.

Das Pferd ist ein Schlüssel und hilft so bei Veränderungen der Hirnvernetzung. „Das Pferd muss sicher und souverän sein“, sagte Ute Limbach. Die Therapiepferde sollten so sicher sein, dass sie nicht anfangen zu scheuen. Das Therapiepferd ist voll und ganz auf den Therapeuten fokussiert. Je mehr Respekt alle zeigen, desto besser geht es.

Das Therapiepferd vom Meiswinkler Hof heißt Ranja und hat eine lange Ausbildung hinter sich. Ranja ist eine Haflingerstute und muss sozusagen „bombenfest“ sein und darf vor den Kindern keine Angst zeigen. „Ein Pferd hat immer noch 15 Prozent Fluchttier in sich“, erklärt Ute Limbach. Artgerechte Haltung ist genauso wichtig wie das richtige Anpassen des Sattels. Wir selber merken, dass wenn wir in einer Umwelt mit freundlicher Umgebung sind und etwas mit Pferden machen, wir uns dann besser konzentrieren können.

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