Peter Tuxhorn will durchhalten

Seine Kneipe muss geschlossen bleiben

Von Leon Mike Scheurer, 8d, Friedrich Albert Lange-Schule

„Karneval 2020 war bombastisch, besser als die Jahre davor”, schwärmte Peter Tuxhorn, Inhaber des Irish Pubs „Julios“ in der Düsseldorfer Altstadt. Laut Peter Tuxhorn war der Umsatz an Karneval 2020 der beste seit Jahren. Durch den Karnevalszug, der auch direkt an der Kneipe vorbeizog, kamen viele Leute, die vorher noch nie da waren. Karneval in Düsseldorf ist ein Erlebnis.

An volle Kneipen war kurz danach nicht mehr zu denken. Die Pandemie machte sich auch in Deutschland breit. Der erste Lockdown trat am 23. März 2020 in Kraft. Plötzlich war die Düsseldorfer Altstadt leer. Die Gaststätten und Kneipen mussten geschlossen bleiben. „Der erste Lockdown ist stressig gewesen, da sich noch nicht alle Leute damit abgefunden hatten, ihre Gewohnheiten herunterzufahren“, erzählte Peter Tuxhorn.

Die staatlichen Hilfen wurden zwar gezahlt, aber teilweise mit großen Verzögerungen. Zudem war nicht klar, wie und wann es weitergehen würde. Erst ab dem 30. Juni durften die Kneipen unter sehr strengen Hygieneauflagen wieder öffnen. „Es war nicht einfach, die neuen Regeln bei den Gästen durchzusetzen”, beklagte sich Peter Tuxhorn. Die Freude war nicht von langer Dauer. Das Virus grassierte weiter und die Zahlen stiegen nach den Herbstferien wieder an. Dann geschah der Alptraum jedes Gastwirtes. Der Lockdown light zwang die Gastwirte ab 2. November wieder, die Türen zu schließen. Peter Tuxhorn berichtet, dass er von 75 Prozent, die er durch die staatliche Hilfe bekommen wird, erst 30 Prozent ausgezahlt bekommen habe. Zur Grundlage des auszuzahlenden Betrages wird der Umsatz von November des vergangenen Jahres genommen. „Rechnungen müssen bezahlt werden”, beschwerte er sich.

Und es wurde nicht besser: Auch das Weihnachtsgeschäft ist den Gastronomen entgangen. „Das fehlende Weihnachtsgeschäft 2020 ist eine große Katastrophe, da es bisher immer die wichtigste Zeit war. Weihnachtsfeiern werden in den Gaststätten gefeiert. Menschen treffen sich nach dem Einkaufsbummel auf ein Bier”, sagte Peter Tuxhorn. So hatte er sich seine letzten Jahre bis zum Ruhestand sicher nicht vorgestellt. Seit 46 Jahren betreibt er die Kneipe „Julio“ an der Mühlenstraße. „Die 50 Jahre wollte ich schon gerne vollmachen”, hofft der 71-jährige Gastwirt. Er will unbedingt durchhalten.

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