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G8 oder G9: Was ist besser für unsere Zukunft?

Von Sophia Paulokat und Theresa Marx, 8a, Humboldtgymnasium

Die Schulen in Nordrhein-Westfalen werden voraussichtlich im Sommer 2019 auf das G9-Prinzip umsteigen, bis auf einige Ausnahmen. Hier in NRW werden die jetzigen Dritt- und Viertklässler die ersten Jahrgänge sein, die nach neun Jahren Abitur machen. Die jetzigen Viertklässler werden ab der 6. und die Drittklässler ab der 5. Klasse in das G9-Prinzip einsteigen.

In vielen Bundesländern wird das G8-Modell mit einigen schulischen Ausnahmen beibehalten, in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, dem Saarland und Schleswig-Holstein ist dies der Fall. In Sachsen und Thüringen gilt seit 1949 das G8-Modell.

Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben es nach einigen Jahren wieder eingeführt. Rheinland-Pfalz hat in der Regel G9 und der Rest, also auch Nordrhein-Westfalen sind schon oder werden zeitnah auf G9 umsteigen, beziehungsweise dürfen es frei entscheiden.

Aber wie sieht es mit den Kosten aus? Dies kann man noch nicht genau sagen. Allein in Düsseldorf werden es circa 100 Millionen Euro sein. Diese Kosten würden von der Landesregierung übernommen werden. Hier in NRW wird als weiteres Fach Wirtschaft geplant und Digitalisierung soll eine große Rolle spielen.

Die Schüler sind rund 31 Stunden pro Woche in der Schule, das heißt, dass es wahrscheinlich keinen Nachmittagsunterricht mehr geben wird. Wenn alle Jahrgänge umgestellt sind, werden circa 2300 neue Lehrerstellen benötigt. Aber woher sollen diese kommen?

Die nächste Frage, die sich stellt, ist, ob der Druck für G9 Schüler wirklich weniger wird? Eine Tübinger Studie besagt, dass G8 und G9 Schüler gleich viel Zeit mit Lernen und Hobbys verbringen. Jedoch ergab sich, dass G9 Schüler mehr Zeit für Fernsehen, Videospielen und Freunde haben. Für G8 Schüler bleibt daher auch weniger Zeit für Jobs neben der Schule.

Eine Umfrage zeigte, dass sich weder G8 noch G9 Schüler mit dem Schulstoff überfordert fühlen, dennoch wurden bei G8 Schülern typische Stresssymptome, wie häufiges Auftreten von Kopf- und Gliederschmerzen, beobachtet.

Eine Solinger Gymnasiallehrerin hat sich in einem Interview zu diesem Thema geäußert, indem sie sagte, dass sie der Meinung ist, dass G9 sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer stressfreier sei. Durch die zusätzliche Zeit miteinander könnte mehr vom Lehrplan abweichende Inhalte bearbeitet und auch Aktionen zur Stärkung der Klassengemeinschaft durchgeführt werden. Allgemein müssen G8 Schüler in weniger Zeit deutlich mehr leisten.

Abschließend sollte jeder selbst entscheiden, was er besser findet. Das Turboabitur in acht Jahren oder lieber ein Jahr länger haben mit neun Jahren.

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