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Nordstadt macht die Türen für Jugendliche auf

Das neue Proberaumhaus sorgt für frischen Wind in der Solinger Kulturlandschaft.

Von Katrin Kempen und Dana Jacqueline Spelter, 9b, Alexander-Coppel-Gesamtschule

Die Proberäume an der Korkenziehertrasse werden neu renoviert und mit einer kulturellen Nutzung im Ladenlokal an der Konrad-Adenauer-Straße 98 ausgestattet. Das Proberaumhaus wurde von der AWO Arbeit und Qualifizierung für zehn Jahre gemietet.

Lilian Muscutt setzte sich schon fünf Jahre zuvor für das Proberaumhaus ein. Während sie Jugendliche und Sponsoren sucht, kümmert sich ihre Kollegin Lisa Radtke um die Organisation von Workshops und um die Betreuung von Jugendlichen. Das Jugendzentrum öffnet die Türen dienstags von 17 bis 19 Uhr für Jugendliche von 14 bis 27 Jahren.

Das Proberaumhaus soll voraussichtlich im Sommer 2016 fertig renoviert sein. Ab da stehen zwölf Räume zum Proben und Gestalten bereit, sowie ein Ladenlokal samt Café , Tonstudio, Multimedia Raum und Tanz- und Theaterraum.

Ihr Plan ist es, die Proberäume für möglichst wenig Geld zu vermieten. Die Mieter der Räume können ihre Mietbeiträge aber auch verringern, wenn sie zum Beispiel im Café regelmäßig aushelfen oder im Jugendzentrum Konzerte geben. Durch Projekte wie „Walls and Rocks“ (Gestaltung der Wände und Flure), „Hausmeister Krause“ (Regeln, Respekt und Co.) oder „Klänge und Kekse“ (Wünsche ans Café) wurde das Proberaumhaus immer beliebter.

Der Umbau wird von dem Landschaftsverband Rheinland finanziert. Insgesamt wurden 487 726 Euro bewilligt. Dieses Geld wird für Brandschutzsicherung, Schalldämmung, Elektroleitungen und Gas- und Wasserleitungen benutzt.

Im Jugendzentrum sind in den nächsten Wochen Workshops geplant. Das Proberaumhaus arbeitet mit dem technischen Berufskolleg zusammen, die die Wände gestalten. Außerdem helfen Jugendliche mit beim Gestalten der zahlreichen Räume.

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