Auf den Grund gehen

Nicht nur oberflächlich: Galvanisierung in Solingen

Die Firma Biacchessi bringt Metalle auf verschiedene Werkstücke auf. ZiSch besuchte das Unternehmen.

Von Paul Gießelmann, Leonard Funk, 8c, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Galvanik, was ist das eigentlich? Dieser Frage wollen wir auf den Grund gehen. Dafür verabreden wir uns mit dem Betriebsleiter Frank Gießelmann von Biacchessi. Er empfängt uns mit einem breiten Lächeln und vielen Informationen im Hinterkopf.

Wir starten unsere Führung am Wareneingang, „wo alles beginnt “, sagt er. Wir nehmen einen leichten Geruch von Verpackungsmaterialien wahr, in denen sich viele Metallteile befinden. Frank Gießelmann erklärt: „Biacchessi ist eine Lohnfirma“, das heißt, dass sie im Auftrag der Kunden Teile beschichtet. Bevor diese Teile überhaupt beschichtet werden können, gelangen sie in die Schleiferei, wo sie geschliffen und poliert werden. Das geschieht in einem externen Gebäude, in dem man durch einen unscheinbaren Eingang in eine riesige Halle gelangt.

In dieser Halle befinden sich einige Schleifmaschinen, die einerseits per Hand betrieben werden, anderseits auch durch Robotertechnik. Meist wechseln Handschleifer nach einer gewissen Zeit zu den Robotern, „denn diese Arbeit muss mit einer hohen Präzision bewältigt werden“, so der Betriebsleiter.

In chemischem Prozess werden Metalle aufgebracht

Nach dem kurzen aber sehr interessanten Ausflug führen wir unsere spannende Besichtigung im Hauptgebäude fort. Die nun polierten Teile werden von Mitarbeitern auf extra angefertigte Gestelle aufgesteckt. Drei dieser Gestelle werden an einem Träger befestigt, der eine computergesteuerte Route abfährt. Wir sehen auf dieser Route viele Bäder mit verschieden Optiken und chemischen Gerüchen. Frank Gießelmann warnt uns vor dem Kontakt mit dem Anlagensystem, durch das man sich auf einem kleinen Weg fortbewegen kann.

Uns wird beschrieben, wie der ganze Prozess abläuft. „Bei der Beschichtung wird durch eine Flüssigkeit Strom geleitet. Am Pluspol, der Anode, befindet sich das Metall, das aufgebracht werden soll, zum Beispiel Kupfer, Nickel, Chrom oder manchmal auch Gold. Am Minuspol, der Kathode, ist das Werkstück, das zu beschichten ist. Ein Gleichrichter liefert den Strom, und es scheidet sich auf dem Werkstück ein hauchdünner Metallfilm ab“, so Gießelmann.

Anschließend wird gespült und getrocknet. Zum Schluss werden die Teile optisch auf raue Stellen, Blasen und Löcher kontrolliert. Erst wenn alles hundertprozentig in Ordnung ist, wird das Stück verpackt und zum Kunden zurückgesendet.

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