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Neue Industriefläche für Solingen

Von Sophia Daub und Pia Schölermann, 8c, Humboldtgymnasium

Das freie Grundstück am Monhoferfeld, welches bis vor kurzem noch als Fläche für ein Flüchtlingsauffangslager diente, soll bebaut werden. Die Stadt will dort ein Gewerbegebiet eröffnen. Manche kleineren Firmen werden nächstes Jahr womöglich schon mit dem Bau beginnen.

Interview mit Hartmut Hoferichter. Vor dem Interview wurden ein paar Bürger zu ihrer Meinung gefragt.

Was wollen Sie mit der freien Fläche am Monhoferfeld machen?

Hartmut Hoferichter: Der vordere Teil wird schon lange von der Firma Kronprinz genutzt. Die kleinere Fläche liegt neben einem Wohngebiet, deshalb dürfen neue Firmen nicht so viel Lärm machen.

Wieso wollen Sie dort ein Gewerbegebiet eröffnen?

Hoferichter: Weil es Firmen gibt, die diesen Platz brauchen. Wir möchten nicht, dass dafür jetzt zum Beispiel Grundstücke benutzt werden, die heute noch Weide oder Ackerland sind. Durch Berge und Täler haben wir nicht so viel Gewerbegebiet.

Denken Sie nicht, dass eine Grünfläche oder ein Spielplatz beliebter wären?

Hoferichter: Das denke ich schon, aber direkt daneben ist schon ein großer Park. Man muss immer abwägen, was dringender gebraucht wird.

Würden Sie den Bau zurückziehen, wenn eine Mehrheit dagegen stimmt oder das Projekt trotzdem durchsetzen?

Hoferichter: Wir als Verwaltung würden das nicht gegen den Willen der Bürger durchsetzen. Der Stadtrat müsste beschließen, dass die Flächen für Handwerker nicht so wichtig wie andere Interessen sind. Wenn die Bürger kein Gewerbegebiet wollen, nehmen wir darauf Rücksicht, doch damit rechne ich nicht.

Meinen Sie, dass der Bau eines weiteren Gewerbegebiets die Industrie in Solingen weiter voranbringen würde?

Hoferichter: Ja, weil es gerade kein Neues ist, sondern eins, das wieder genutzt wird. Wenn die Firmen sich neue Plätze suchen, heißt das gleichzeitig, dass sie neue Mitarbeiter einstellen, was für Solingen sehr wichtig ist. Es würden nur 2/3 der Fläche bebaut, da Abstand zu den Wohnhäusern und dem Park gehalten werden muss.

Einige meinen, dass ein Gewerbegebiet an dieser Stelle ungünstig wäre, da dort eine schlechte Verkehrsanbindung ist. Dies würde zu mehr Verkehr in Solingen-Weyer, Ohligs und Haan führen. Wie würden Sie das Problem lösen?

Hoferichter: Das wird so sein, deswegen wird wahrscheinlich die Kreuzung umgebaut und dazu kommt vielleicht auch eine neue Abbiegespur. Es gab ja auch vorher viel Verkehr.

Würde dieser Bau hohe Kosten verursachen?

Hoferichter: Nein, das ist ein weiterer Vorteil. Natürlich müssen die Grundstücke bebaut werden, aber bei großen neuen Gewerbegebieten muss man oft neue Straßen bauen, das ist hier nicht nötig. Genau wie Stromleitungen und Abwasserkanäle, die auch schon da sind.

Wann haben Sie vor den Bau des Gewerbegebiets zu beginnen?

Hoferichter: Das ist schwer zu sagen. Es hängt davon ab, wann die einzelnen Firmen einen Bauantrag stellen und eine Genehmigung bekommen. Vielleicht können manche schon im nächsten Jahr anfangen.

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