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Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Mit einem Schwerbehindertenausweis hat man besondere Rechte

Von Lucas Heidenpeter, 8b, Gymnasium Schwertstraße

Es gibt viele Ansprechpartner, an die man sich wenden kann, wenn man einen Schwerbehindertenausweis beantragen muss. Sobald der Antrag von der Rentenversicherung genehmigt wurde, kann man sich bei weiteren Fragen an das Rathaus in Solingen wenden.

Für den Start ins Berufsleben wendet man sich als Erstes an die Agentur für Arbeit. Dort wird geprüft, ob der Mensch mit Behinderung arbeitsfähig ist oder nicht. Als Nächstes wird die Lebenshilfe hinzugezogen und sie versucht, in ihren eigenen Werkstätten oder in Inklusionsunternehmen eine passende Ausbildung oder Anstellung zu finden.

Der Integrationsfachdienst (Ifd) übernimmt, wenn eine Anstellung oder Ausbildung gefunden ist. Er ist sowohl für den Menschen mit Behinderung, als auch für das jeweilige Unternehmen der Ansprechpartner und hilft bei allen rechtlichen Fragen. Ab dem Grad von 50 Prozent Behinderung gilt man als schwerbehindert und hat Sonderanspruch auf fünf Tage mehr Urlaub jedes Jahr, einen besonderen Kündigungsschutz, Anspruch auf Hilfsmittel für den Arbeitsplatz, und es wird besondere Rücksicht bei der Dienstplanung genommen.

Ein Unternehmen ab 20 Mitarbeiter muss einen Mindestanteil von fünf Prozent Menschen mit Behinderung beschäftigen. Es wurden in Solingen extra Vereine und Arbeitsplätze in Inklusionsfirmen geschaffen, damit auch Schwerbehinderte eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Die Kontaktdaten der Dienste und Vereine sind unkompliziert in den bekannten Suchmaschinen zu finden.

Es gibt zahlreiche Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) hat Werkstätten in ganz Deutschland für Menschen mit Behinderung errichtet, damit sie zusätzlich Unterstützung bekommen, um Teil des Arbeitsmarktes zu sein. Der Arbeitsplatz muss „leidensgerecht“ sein. Ausflüge werden in Solingen von der Lebenshilfe mit „Pro Mobil“ angeboten und einmal pro Jahr bringen sie einen Bildungskatalog heraus. In diesem werden Sportangebote und Förderungen, Fort- und Weiterbildungen sowie Kurse und Trainings angeboten.

Die Leiterin des „Ifd“ äußerte sich dazu: „Es ist ein großer bürokratischer Aufwand für alle Beteiligten, aber es lohnt sich zu kämpfen und man erreicht ein zufriedeneres Leben in dem Beruf, den man liebt.“

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