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Musiklehrerin – das Hobby als Beruf

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Von Dora Genc, 8f, Friedrich-Albert-Lange Schule

In der achten Klasse werden Schüler mit der Frage nach ihrem Berufswunsch konfrontiert. Der zukünftige Beruf sollte Spaß machen und am besten verdient man dabei noch möglichst viel Geld. Viele jedoch sind der Meinung, dies wäre unmöglich. Manche Menschen schaffen das jedoch tatsächlich. Z. B. meine Klavierlehrerin, Irina Kluger, Gründerin der privaten Musikschule „MuMaLand“ in Solingen-Wald. Ich habe sie interviewt.

Schon als Kind fing sie an, Klavier zu spielen. Eigentlich war es der Wunsch ihrer Eltern, dass sie Kind Klavierstunden nimmt. Viele Menschen hören auf, ein Instrument zu spielen, wenn sie schon in jungen Jahren damit beginnen. Irina Kluger hörte nicht auf, denn das Klavierspielen wurde ihre große Leidenschaft.

Frau Kluger ist in Almaty/Kasachstan aufgewachsen. Da es an der Universität in Almaty es keine Möglichkeit gab Musik zu studieren, machte sie in der benachbarten Stadt Taldyqorghan ihren Abschluss. Danach ist die Familie nach Deutschland ausgewandert. Da sie hier keine feste Anstellung als Musiklehrerin bekam, entschied sie sich vor neun Jahren ihre eigene Musikschule zu gründen. Inzwischen gibt es 60 Schüler, das sind so viele, dass Frau Kluger inzwischen von drei weiteren Musikpädagogen unterstützt werden muss.

Das Angebot ihrer privaten Musikschule ist sehr vielfältig. Schon die Kleinsten werden musikalisch gefördert. Insgesamt kann man Klavier-, Keyboard-, Schlagzeug-, Gesangs-, Gitarren- und Blockflötenunterricht nehmen. Außerdem gibt es eine musikalische Frühförderung. Sollte man sich noch nicht sicher sein, ob das jeweilige Instrument zu einem passt, kann man sich immer wieder für eine Schnupperstunde bei der Musikschule anmelden.

Viermal im Jahr gibt es Konzerte, bei denen die Schüler den Eltern ihre neuesten musikalischen Errungenschaften demonstrieren. Selbst die kleinsten Schüler und Schülerinnen dürfen dann ihre Leistungen stolz präsentieren. Dadurch inspirieren und motivieren sich die Musiker oft auch gegenseitig. Je nach Saison haben auch mal der Weihnachtsmann oder die gute Fee einen Gastauftritt. Zusätzlich fand dieses Jahr ein Abendprogramm zu Weihnachten nur für die Eltern statt, u.a. mit einem „Battle“ am Klavier zwischen traditionellen russischen und amerikanischen Weihnachtsliedern. Im Jahr 2019 feiert das Mu-Ma-Land sein zehnjähriges Jubiläum. Man darf gespannt sein, was für die Jubiläumsfeier geplant ist.

Insgesamt bin ich sehr beeindruckt davon, wie es Frau Kluger gelungen ist, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Wie sehr sie darin aufgeht wird in Ihrer Antwort auf die Frage deutlich, was letztlich zu ihrer Entscheidung geführt hat, Musiklehrerin zu werden: „So habe ich jeden Tag mit Musik zu tun.“

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