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Müngstener Brücke als Weltkulturerbe?

Von Lara Westen, 8a, Gymnasium Schwertstraße

Die Eröffnung der höchsten Eisenbahnbrücke Deutschlands jährte sich in diesem Oktober zum 120. Mal. Unter der 107 Meter hohen Konstruktion fließt der „Bergische Amazonas“, die Wupper. Es soll einen erneuten Versuch geben, die Großbogenbrücke, die Remscheid und Solingen verbindet, auf die NRW-Bewerberliste für die Aufnahme als Weltkulturerbe im Jahr 2019 zu setzen.

„Ich würde mich für die Verantwortlichen, das Planungsteam, die Solinger Bürger und die Region sehr freuen, wenn die Aufnahme gelingen würde“, kommentiert Andreas Engeln, Geschäftsführer der Lebenshilfe Solingen und des Hauses Müngsten, in einem schriftlichen Interview.

Der erste Schritt zum UNESCO-Weltkulturerbe war ein Fachkongress, der am 27. Oktober 2017 veranstaltet wurde. Die Stadtoberhäupter des Bergischen Städtedreiecks (Remscheid, Solingen, Wuppertal) und die Vertreter der vier europäischen Städte besprachen die Vorgehensweise im Haus Müngsten. Die Zusammenarbeit mit den Städten soll die Chancen erhöhen, nominiert zu werden.

Diese Chancen entstehen durch die gemeinsame Bewerbung der Müngstener Brücke mit den ähnlich konstruierten Stahlbogenbrücken: die „Ponte Dom Luís I“ und „Ponte Maria Pia“ (Portugal), das „Viaduc de Grabit“ (Frankreich) sowie die „Ponte San Michele“ (Norditalien). Außerdem symbolisieren alle Brücken die Ingenieurskunst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Bedingungen zum Weltkulturerbe erklärt zu werden sind erfüllt

Am selben Wochenende gab es anschließend ein Brückenfest mit dem Motto „Brückenschlag“. Die Bedingungen, die Voraussetzung für eine Nominierung sind, seien aufgrund des hohen Alters der Solinger Brücke erfüllt und das beeindruckende Bauwerk biete einen tollen Anblick, ist der vor kurzem nach Solingen gezogene Michael Hansen der Auffassung.

Die Voraussetzungen für eine Welterbestätte sind Einzigartigkeit, Integrität, Authentizität sowie der außergewöhnliche und universelle Wert dieser Stätte. Insgesamt gibt es derzeit 42 Welterbestätten in Deutschland. Diese stehen unter dem Schutz der internationalen Konvention für das Kultur- und Naturerbe der Bevölkeung. Die Denkmäler stehen für eine besondere Bauweise, eine Epoche und Kultur.

„Die Touristenzahlen würden durch eine Anerkennung ansteigen“, erhofft sich Jan Höttges, Vorsitzender des Initiativkreises Solingen. Zusätzliche Einnahmen könne man in den Brückenpark investieren, schlug Herr Hansen, Druck- und Medientechniker, vor.

Aber bis zu einer Entscheidung der UNESCO-Kommission werden laut der Stadtoberhäupter noch einige Jahre vergehen. Dennoch hat die Solinger Stadtverwaltung potenzielle Sponsoren um eine Geldspende gebeten, damit die Brücke erhalten bleibt.

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