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Müngsten früher und heute

Von Julian Lawitzke, 8b, Gesamtschule Höhscheid

Nach vielen Jahren, in denen nur wenige den Weg zur Müngstener Brücke fanden, ist der Müngstener Brückenpark seit 2006 wieder zur Attraktion geworden – auch über die Grenzen Solingens hinaus. im Folgenden beschreibe ich den Weg dorthin.

Schon immer war der Park unter der Müngstener Brücke ein Ausflugsziel. Die ersten Touristen kamen schon beim Bau der Brücke in den Jahren 1894 bis 1897, die nicht vom Kaiser sondern von einem Verwandten eingeweiht wurde. Dieser kam erst ein paar Jahre später. Noch heute weist eine Tafel unter der Brücke auf dieses denkwürdige Ereignis hin.

Zu dieser Zeit galt die Brücke als deutsche Antwort auf den Bau des Eiffelturmes in Paris. Schon damals siedelte sich dort die erste Gastronomie an, zum Beispiel „Die bergische Schweiz“. Obwohl die Zerstörung der Müngstener Brücke im zweiten Weltkrieg verhindert werden konnte, verlor der Ort unter der Brücke an Attraktivität und Beliebtheit.

Zwar endstanden in den 50ern eine Minigolfanlage und es gab einen Märchenwald, dessen Überreste man heute noch sehen kann. Doch galt dieser Ort mehr als Geheimtipp und nicht als Naherholungsziel. Ein Großteil des Parks unter der Brücke wurde als Parkplatz genutzt. Das änderte sich erst lange Zeit später im Rahmen der Regionale 2006.

Seit einigen Jahren wird der Brückenpark wieder vermehrt genutzt

Der Brückenpark rückte wieder in den Fokus und war für großartige Planungsobjekte plötzlich interessant. Der Parkplatz wurde verlegt auf die ehemalige Wuppertstauung und der Park generell für den Autoverkehr gesperrt. Die Ausschreibung des Entwurfs für die Umplanung des Brückenparks gewann das Atelier Lilde aus Berlin.

Es entstanden großzügige Grünflächen, die zum Rasten und Picknicken einladen. Die Besucher haben freien Zugang zum Wasser, für Kinder und Spaziergänger gleichermaßen attraktiv – lädt er doch zum planschen und spielen ein. Auch bietet dies Kanufahrern eine Verweilmöglichkeit. Ausflugslokal, Minigolfanlage und Kiosk halten für jeden eine Abwechslung oder Erfrischung bereit.

Eine Besonderheit ist das Wupperrätsel, ein Ratespiel rund um die Brücke und die Wupper. Aber die größte Attraktion ist die„Schwebefähre“. Eine Art Draisine am Stahlseil, welche die Besucher durch Muskelkraft ans andere Ufer bringt. Diese Fähre ist ein Prototyp und begeistert kleine sowie große Besucher. Mit diesem neuartigen Gefährt kann der Besucher seinen Spaziergang nach Unterburg oder zum Wiesenkotten fortsetzen, ohne einen weiten Umweg laufen zu müssen.

Unter der Brücke treffen verschiedene Wege aufeinander. Vom Bahnhof Schaberg kann der Besucher über einen Erlebnispfad nach Müngsten rutschen, klettern und laufen. Auf der Seite der Brücke gibt es einen anspruchsvollen Weg zum Wiesenkotten oder der Besucher setzt mit der Fähre über und läuft entspannt weiter. Die Fähre und das Haus Müngsten, ein Ausflugslokal ganz im Design der Brücke, werden von der Lebenshilfe betrieben. 2009 wird der Park mit einem Preis des Bundesverkehrsministeriums für Stadtentwicklung ausgezeichnet.

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