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„Meine Schultüte war blau.“

OB Tim Kurzbach gibt einen Einblick in seine Vergangenheit.

Von Kevin Blomberg, 10 A/C, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

„An meinen ersten Schultag an der Grundschule Südstraße erinnere ich mich noch sehr gut“, meinte Tim Kurzbach zu mir. Er hätte eine Krawatte getragen und eine blaue Schultüte gehabt. Seine Großeltern und seine Patentante haben ihn begleitet.

„Meine Lehrerin war die Frau Hennig. In meinem Wahlkampf hat sie mir einen tollen Brief geschrieben und als ich die Schrift sah, fühlte ich mich wieder wie der kleine Schüler.“ Die Grundschulklasse von Tim Kurzbach war eine der ersten mit interkulturellen Charakter. Er fand dies sehr spannend.

„Wir hatten in der Grundschule die traditionelle Klassenfahrt nach Westerburg, welche wahrscheinlich die meisten Solinger erlebt haben. Wir hatten ein Zehnpersonenzimmer, weshalb man bei uns nie wirklich ein Auge zu machen konnte“, erzählte Tim Kurzbach.

Mit der fünften Klasse wechselte er zur Albert-Schweitzer-Realschule. Er fand das Arbeitsklima sehr angenehm, da die Schulleitung viel Wert auf die Bildung und Erziehung der Schüler legte. „Ich kann heute nicht sagen, ob der Hausmeister nicht genauso viel Einfluss auf mein Sozialleben hatte, wie mein Klassenlehrer. Man hat sich gekannt und geachtet.“

Er erzählte, dass er nur bis 13.05 Uhr Unterricht und deshalb noch viel Zeit für nebenschulische Aktivitäten, wie die katholische Jugendarbeit, hatte. Außerdem hat er sich häufig mit Freunden getroffen. In der Schule war er schon früh sehr engagiert und unter anderem als Klassensprecher und in der Schülervertretung sehr aktiv.

Sein Lieblingsfach war immer schon Religion, weshalb er nie so wirklich die Naturwissenschaften mochte, sondern eher die Geisteswissenschaften. „In der Schule hatte ich mit meinen Lehrern sehr oft diskutiert. Ich glaubte nicht daran, dass die Meinung des Lehrers die einzige Richtige war. Aber ich hatte auch Lehrer, die dafür offen waren.“

Auf die Frage, ob er schon in der Schulzeit auf die Idee gekommen sei, Oberbürgermeister zu werden, antwortete er, dass dies nicht der Fall gewesen war. „Als vor ungefähr fünf Jahren die Stadt Solingen ein großes Sparkonzept entwickeln musste, sollten dazu auch Schließungen von zum Beispiel Hallenbädern oder der Fauna dazugehören.

Alles Dinge, die unsere Stadt attraktiv machen. Ich dachte mir als überzeugter Solinger zu der Zeit, dass das so nicht weitergehen kann und beschloss, das selbst in die Hand zu nehmen.“

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