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Mehr Rente, sinkende Beiträge

Von Gisela Ferreira da Silva, 10a, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Ein Pluspunkt für die Rentner. Im kommenden Jahr, zum 1. Juli 2018 können sich die rund 21. Millionen Rentner freuen. Und zwar wird die Rente voraussichtlich um 3,09 Prozent im Westen, sowie 3,23 Prozent im Osten steigen. Für einen Rentner, der 45 Jahre lang durchschnittlich gearbeitet und entsprechende Beiträge geleistet hat, würde die Erhöhung etwa 43 Euro im Monat Brutto bedeuten.

Endgültig entschieden wird erst im Frühjahr, wenn die Daten zur Lohnentwicklung 2017 vorliegen. Eine deutliche Erhöhung ist zu sehen. Denn zum 1. Juli 2017 ist die Rente im Westen um 1,90 Prozent gestiegen und in den neuen Ländern um 3,59 Prozent. Die unterschiedlichen Anhebungen zwischen Ost und West sollen spätestens 2025 aufhören.

Der Beitragssatz für die gesetzliche Rente wird voraussichtlich Anfang 2018 leicht um 0,1 Prozent auf 18,6 Prozent sinken. Die Rentenbeiträge könnten voraussichtlich bis zum Jahr 2022 stabil bleiben. Der Beitragssatz dürfte 2023 auf 18,7 Prozent steigen und vorausgesagt wird, dass 2024 der Beitragssatz auf 19,8 Prozent steigt. Schrittweise dürfte der Beitragssatz weiter steigen, bis er bei 21,8 Prozent im Jahr 2030 liegen dürfte.

Die Beitragssenkung ist sicher. Denn der Gesetzgeber schreibt vor, wenn die Rücklage der Rentenkasse auf mehr als 1,5 Monatsausgaben angewachsen ist, muss der Beitrag fallen. Die Rentenkasse muss in diesem Jahr auf ihre Rücklage von 30 Milliarden Euro bereits zehn Millionen Euro an Negativzinsen zahlen. Das bedeutet, dass von rund 1500 Arbeitnehmern die Beiträge an die Bank gehen.

Die Versuche, eine Ausnahme bei der Bundesbank zu erreichen sind gescheitert. Laut den Prognosen wird der Rentenbeitrag erstmals 2032 über den vom Gesetzgeber vorgesehenen Maximalwert von 22 Prozent steigen und das Rentenniveau wir erstmals 2036 unter den Minimalwert von 43 Prozent fallen. Das Rentenniveau gibt das Verhältnis der Standardrente zum Jahresentgelt an. Auf weiter steigende Einkünfte können sich die Rentner freuen.

Die Bruttolohnsumme soll nach der mittelfristigen Planung bis 2022 jährlich um deutlich über drei Prozent steigen. Da dies die Rentenentwicklung bestimmt, können sich die 21 Millionen Rentner auch in den nächsten drei Jahren auf ein Plus in der Größenordnung von 2018 freuen.

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