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Malala Yousafzai beendet ihre Schullaufbahn mit Bestnoten

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Nun will sie Philosophie und Politik studieren.

Von Brianna Eckhardt, 8d, Gymnasium Vogelsang

Seit dem auf sie verübten Attentat im Oktober 2012 durch die Taliban lebt die 18-jährige Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai in Birmingham, Großbritannien. Wie ihr Vater Ziauddin über Twitter mitteilte, erhielt sie Mitte 2015 in sämtlichen Fächern Bestnoten.

Und was kommt jetzt? Yousafzai will Philosophie und Politik studieren und sich auf jeden Fall weiter politisch betätigen. Sie sieht 2015 als „Schlüsselmoment für die Welt“ an. ,,Es kann das Jahr sein, in dem wir das letzte Kind sehen, das keine Schule besucht“, sagt sie in einer Rede anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises. „2015 könnte der Beginn einer besseren Zukunft sein.“

In den letzten zwei Jahren war sie besonders vielseitig tätig, beispielsweise reiste sie an die an die syrische Grenze, um dort etwas für die Ausbildung der syrischen Flüchtlinge in Jordanien zu tun. Das Bild der Menschenströme, die nach Jordanien flohen, traf sie unerwartet.

„Als ich dieses Leid sah, brach ich in Tränen aus“, schildert sie in ihrer berühmten Autobiografie. „Welche Sünde haben sie auf sich geladen, was haben sie getan, dass sie aus ihrer Heimat fliehen mussten? Warum müssen diese unschuldigen Kinder solche Schrecken erdulden?“

Doch sie erfährt nicht nur Bewunderung und freundliche Worte, sie erhält auch Kritik vonseiten eigener Landsleute. „Das ist doch nur eine Show, die sie und ihre Familie veranstaltet haben. Jetzt haben sie, was sie wollen: Ein Luxusleben im Ausland.“

Malala hat Verständnis dafür: Von den pakistanischen Politikern sei das Volk gewöhnt, dass sie immer nur leere Versprechungen machten und nichts unternahmen. Das sei auch einer der Gründe, weshalb sie Politikerin werden wollte.

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