Zeitung in der Schule

Lernen, Leben zu retten

Erste-Hilfe-Ausbildung in den Schulen wäre wünschenswert

Von Felix Rudloff, 10 e/f, Geschwister-Scholl-Schule

Stell dir vor, deine Oma sackt zusammen und du weißt nicht, was du tun sollst. Oder du bist verletzt und keiner hilft dir. Das passiert leider jeden Tag in Deutschland. Dies könnte man sehr leicht ändern, wenn jeder Jugendliche bereits in der Schule Erste Hilfe lernen würde. Leider ist das an Schulen nicht überall der Fall. Wünschenswert wären an den Schulen eine Sanitäts-AG oder Projekttage zum Thema Erste Hilfe. Die Solinger Hilfsorganisationen würden das sicher unterstützen.

Immer wieder hört oder liest man, dass Menschen bei Unfällen den Verletzten nicht helfen, sondern nur hilflos herumstehen. Manchmal zählt jedoch jede Sekunde. Ein Grund, warum sich viele Menschen einfach nicht trauen zu helfen, ist, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Oder sie können sich unter Stress nicht daran erinnern, was zu tun ist. Wenn man schon in der Schule von Anfang an und regelmäßig Erste Hilfe üben würde, hätte niemand diese Angst zu helfen.

In Deutschland haben viele Menschen nur einmal im Leben eine Erste-Hilfe-Ausbildung gemacht. Meist sind das nur etwa acht Stunden für den Führerschein gewesen, und das ist oft viele Jahre oder Jahrzehnte her. Obwohl Erste Hilfe so wichtig ist, wird kaum Wert daraufgelegt und man verlässt sich auf die Profis.

In Deutschland lernen nur wenige Jugendliche Erste Hilfe, zum Beispiel wenn sie Mitglied in Hilfsorganisationen wie Rotes Kreuz, Malteser, THW oder Jugendfeuerwehr sind. An deutschen Schulen wird Erste Hilfe leider nicht in allen Bundesländern für alle Schülerinnen und Schüler und alle Schulformen angeboten. Einige Bundesländer – wie das Saarland – haben den Erste-Hilfe-Unterricht an Schulen mit dem Programm „Schulen machen Druck – Leben retten!“ eingeführt. Das ist ein guter Weg, um jungen Menschen von Anfang an die Angst zu nehmen. Dieser Weg könnte doch auch in NRW gegangen werden. In Dänemark hat man Erste Hilfe schon vor einigen Jahren als Pflichtprogramm an Schulen eingeführt. Dadurch hat sich die Wiederbelebungsrate dort innerhalb von fünf Jahren verdoppelt.

Dieses Beispiel zeigt, wie sinnvoll und wichtig es ist, Erste Hilfe für alle Schüler in ganz Deutschland einzuführen. Meiner Meinung nach sollten ab der Mittelstufe einmal pro Jahr ein bis zwei Projekttage genutzt werden, um allen Schülern die wichtigsten Maßnahmen beizubringen und regelmäßig aufzufrischen. Mit wenigen Stunden könnten viele Leben gerettet werden.

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