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Lernen mal anders

Von Ronja Paula Wever, 8a, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Die Kinder und Jugendlichen steigen gut gelaunt aus dem Bus aus und trotz der frühen Zeit ist von Müdigkeit keine Spur. Im Klassenraum angekommen, werden sie von den Lehrern begrüßt. An der Wilhelm-Hartschen-Schule beginnt der Unterricht um 8.30 Uhr. Hier werden Kinder und Jugendliche mit geistiger und teilweise auch mit körperlicher Behinderung unterrichtet.

Für die Schüler beginnt der Schultag mit dem Morgenkreis. Der Stundenplan wird besprochen und es wird überprüft welche Mitschüler und Lehrer heute fehlen. Um 9 Uhr beginnt das Adventssingen. Alle Schüler der Mittelstufe singen zusammen Weihnachtslieder und werden dabei von zwei Lehrern mit Instrumenten begleitet.

Das Adventssingen findet Freitags in der Adventszeit statt. Um 9.30 Uhr gehen alle Schüler zurück in ihre Klassenräume und haben bis 10 Uhr Unterricht. Danach ist es Zeit zum Frühstücken. DieSchüler holen ihre Brote aus den Taschen und essen mit ihrer Klasse im Klassenraum. Auf einem Tisch steht ein Adventskranz mit künstlichen Kerzen, da offenes Feuer im Klassenraum verboten ist. Vor jedem der elf Schüler steht noch ein buntes Glas mit einer Kerze.

Gegen 10.30 Uhr haben die Schüler aufgegessen und es geht ab auf den Pausenhof. In der halbstündigen Pause können die Schüler schaukeln oder auch mit einem Roller über den Hof fahren. Einer der Lehrer holt einen Rugby Ball, den sich die Schüler gegenseitig zuwerfen.

Doch um 11 Uhr ist die Pause zu Ende und jetzt heißt es arbeiten! Alle Schüler haben einen eigenen Plan (Wochenplan) mit Aufgaben, an dem sie die Woche über arbeiten sollen. Sie können sich zwischen Mathe, Deutsch und Lesen entscheiden. Während der eine an Arbeitsblättern arbeitet, soll ein anderer Aufgaben am Computer oder am Whiteboard lösen.

Einer der Schüler spielt mit Schülern der Parallelklassen Gesellschaftsspiele. Das hört sich für uns erst fragwürdig an, doch auch Spielen gehört zum Unterricht dazu. Das Besondere an der Wilhelm-Hartschen-Schule ist, dass die Schüler an unterschiedlichen Aufgaben nach ihrem Leistungsstand arbeiten und dass spezielle Hilfsmittel wie Sprachcomputer, Laptops, Whiteboards und Rollstühle eingesetzt werden.

Am Ende des Tages setzen sich alle Schüler und Lehrer in einen Kreis und sprechen über den Tag. Das Verhalten der Schüler wird von den Lehrern und den Schülern zusammen bewertet. Ein grüner Smiley ist einen Punkt wert, ein gelber Smiley bringt keinen Punkt und für einen roten Smiley wird ein Punkt abgezogen.

Jeden Freitag werden die Punkte jedes Schülers zusammengezählt. Für zehn und zwanzig Punkte darf man sich etwas Süßes aus einer kleinen Box nehmen und für fünfzig Punkte darf man sich ein Spielzeug aussuchen. So ein Belohnungssystem wünscht sich doch jeder Schüler.

Wenn die Schüler um 12.30 Uhr von unterschiedlichen Bussen abgeholt werden, hat die Schule eine kleine Pause, bis es am Montag weitergeht.

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