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Das Leben in Würde beenden

Hospiz begleitet auf dem letzten Lebensweg.

Von Alexandra Böhm, 9b, Alexander-Coppel-Gesamtschule

„Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen.“ Leitsatz der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland.

Irgendwann steht jeder einmal vor dem Problem: Wie meistern wir den letzten Weg mit den Liebsten? Ich denke, dass einige in ihrer Familie schon solche Probleme hatten. Meist sind es Familienangehörige, die an schweren Krankheiten leiden, wie z.B. Krebs im Endstadium. Meine Familie hatte nun schon zwei Fälle, und das Hospiz war uns eine große Hilfe. Palliativ konnte zunächst zu Hause versorgt werden. Wenn es aber nicht mehr in der eigenen Wohnung funktioniert, kann man von dem Palliativarzt eine Überweisung für das Hospiz bekommen. Dort wird sich speziell auf den Patienten und deren Familie eingestellt.

Die Mitarbeiter betreuen den Patienten sowie seine Familie. In einem gemütlichen Zimmer können die Pflegebedürftigen ihre letzten Tage, Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre verbringen. Im Hospiz wird unter anderem auf die tägliche Medikamenteneinnahme geachtet, da viele Patienten selber nicht daran denken. Es können dort Wünsche wie z.B. spezielle Essensgerichte erfüllt werden. Außerdem werden z.B. musische, künstlerische und Tier-Therapien angeboten.

Wenn die Zeit gekommen ist los zu lassen, sind die Pfleger da, um Therapien oder einfach Hilfe und Gespräche anzubieten. Unserer Familie wurde so etwas angeboten, vor allem den jüngeren Familienangehörigen. Es gibt einem Sicherheit, ernst genommen zu werden und einen Ausweg aus der Trauer finden zu können.

Auch für die Pfleger ist der Beruf kein leichter Weg. Robert Bosch, der Leiter des Hospiz Hochdahl, erklärte, dass jeder Mitarbeiter eines Hospizes eine Beziehung zu den Patienten und den Angehörigen aufbaut, die aber nicht zu intensiv sein darf. Für die Mitarbeiter ist es wichtig, im privaten Umfeld über ihre Arbeit reden zu können.

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