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Wie ist das Leben in Schloss Burg?

Von Lara Sophie Hack, 8b, Gymnasium Schwertstraße

Fast jeder in Solingen kennt Schloss Burg. Das Schloss in Oberburg war früher noch eine Burg und wurde dann zum Jagdschloss umgerüstet. Nun trägt unser Solinger Schloss nur noch den Namen „Burg“. Das Museum steht unter strengem Denkmalschutz und ist mit der Seilbahn, mit dem Auto oder auch zu Fuß leicht zu erreichen. Der Hausmeister Lutz Pickelein kümmert sich in Schloss Burg um vieles und er lebt auch dort. Herr Pickelein gibt uns viele interessante Einblicke über das Leben in einem Schloss.

Lutz Pickelein berichtet wie schwierig es ist jemand anderen zu überzeugen, dass man in Schloss Burg wohnt. Er behauptet, viele würden auf seine Antwort hin fragen, ob er in Oberburg oder in Unterburg lebe und dass nur die wenigsten wissen, dass in Schloss Burg jemand wohnt. Herr Pickelein ist der einzige, der im Schloss lebt und hat viel zu tun.

Des Weiteren ist es in Schloss Burg nicht so einfach Post zu bekommen wie es für uns ist, da das Denkmal keinen Briefkasten haben darf. Der Hausmeister erklärt jedoch, er habe dem Postboten vor seinem Einzug im Februar 2012 lediglich sagen müssen, er sei der „Neue“ und seit da an wurde ihm die Post an die Besuchertheke gebracht.

Die Arbeit hört aber nicht mit den Öffnungszeiten auf. Lutz Pickelein berichtet, Vermietungen für Hochzeiten, Geburtstage, Konzerte und andere Feiern seien nicht selten und die aktuellen Umbauar–beiten am Bergfried und im Bereich mit der Apotheke sorgen ebenfalls für die seltene Ruhe. Wenn es jedoch ausnahmsweise weder Vermietungen noch Bauarbeiten oder andere Aufgaben gibt, kann es sehr ruhig sein, da es keine Klingel gibt.

Im Schloss gibt es trotzdem oft Veranstaltungen oder Vermietungen. Der Hausmeister gibt zu, auch er wisse nicht immer was genau in Schloss Burg passiert. Er wüsste natürlich über Veranstaltungen Bescheid, jedoch wisse er nicht genau wann Bauarbeiter arbeiten und wann nicht.

Sein Vorgänger übernimmt für ihn die Urlaubsvertretung

Der Hausmeister kümmert sich aber nicht alleine um alles, weil auch er mal in den Urlaub fährt. Lutz Pickelein erzählt, sein Vorgänger übernehme, falls er selbst mal im Urlaub ist. Jedoch muss der Hausmeister bei großen Veranstaltungen wie den Ritterspielen persönlich anwesend sein, weil es viel zu tun gibt, obwohl ohne anwesende Security nur 400 Leute und mit nur 1000 Leute auf einmal aufs Gelände dürfen.

Auch wenn keine Veranstaltungen sind, gibt es viel zu tun. Herr Pickelein berichtet, er habe viel zu koordinieren, aber er müsse auch viel selber erledigen wie zum Beispiel kleinere Reparaturen, Gartenarbeit und auch die Betreuung der Leute. Zum Glück bekommt Herr Pickelein viel Hilfe zum Beispiel bei der Gartenarbeit.

Trotz der Arbeit gefällt Lutz Pickelein das Leben auf Schloss Burg. Er erzählt mit einem Lächeln, dass jeder Tag etwas Neues bringt und dass man sehr spontan sein muss. Teilweise wird man nachts angerufen, wenn falscher Alarm ausgelöst wird, weil zum Beispiel ein Vogel im Gebäude eingesperrt ist. Eigentlich ist die Arbeit in Schloss Burg niemals zu Ende.

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