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Wie leben Menschen mit einer geistigen Behinderung?

Von Yvonne Winkler und Lina Pieterek, 8e, Friedrich-Albert-Lange-Schule

Zwei Bewohner (Männlich 38 und 49) und eine Betreuerin (Silke Rahmer) geben einen Einblick in das Leben in einer Außenwohnung als Bewohner und Betreuer. Wegen des Persönlichkeitsschutzes, dürfen die Namen der Bewohner nicht genannt werden.

Wie ist es, in einen Behinderten-Heim zu arbeiten und worauf muss man achten?

Silke Rahmer: Es kann anstrengend sein, da viele Bewohner verhaltensauffällig sind und man auch an Feiertagen arbeiten muss. Allerdings sind alle Bewohner schon erwachsen und deshalb auch schon sehr selbstständig, so muss man sie nur noch ein wenig unterstützen. Die Bewohner sollten respektvoll und normal behandelt werden, da alle als besonders, einzigartig und gleichwertig gelten.

Wie kann man eine geistige Behinderung bekommen und was sollte man tun, wenn der Betroffene einen Anfall hat?

Rahmer: Eine geistige Behinderung kann meist durch einen Gendeffekt auftreten, aber selten auch durch einen Unfall. Bei einem chromalen Anfall (großer Anfall) sollte man alle Gegenstände wegräumen, damit der Betroffene weder sich noch anderen verletzten kann.

Haben die Behinderten regelmäßige Termine beim Arzt und wie gehen die Familien mit den Behinderungen um?

Rahmer: Die Behinderten haben normal wie jeder andere Termine beim Arzt, aber sie werden regelmäßig vom Staat kontrolliert. Je nach Behinderung, gehen die Familien auch unterschiedlich damit um.

Was ist der Unterschied zwischen einer Außenwohungen und einem 24h-Heim?

Rahmer: Der Unterschied ist, dass bei einem 24h-Heim durchgehend betreut wird und die Bewohner fast überall Hilfe brauchen. Bei einer Außenwohnung gibt es nachts und morgens keine Betreuung und die Bewohner sind auch sehr selbstständig.

Welche Schwierigkeiten haben Sie in Ihrem Alltag?

Männlich 38: Ich habe Probleme beim Wäschefalten, An- und Ausziehen und Aufräumen, dabei helfen mir dann die Betreuer.

Männlich 49: Bei mir ist es meine linke Köperhälfte, da sie deutlich schwächer ist als die rechte. Deswegen habe ich Schwierigkeiten beim Duschen und Gegenständen holen.

Wie ist es, in einer Außenwohnung zu leben?

Männlich 38 und 49: Es ist schön, hier zu leben, da alle sehr freundlich sind und man viele Freundschaften schließt. Wir entscheiden auch selbst, wie unsere Räume aussehen sollen. Außerdem arbeiten wir im WFB, dort verpacken wir Küchenartikel und essen auch Mittag.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Leben oder würdet Sie etwas ändern?

Männlich 38 und 49: Ja, wir sind zufrieden mit unserem Leben, da wir viel Spaß haben. Deswegen möchten wir nichts ändern und sind glücklich, dass alles so ist wie es ist.

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